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Ich bin der Chef – Cheftypen und ihre Eigenheiten

Jeder kennt sie: Chefs, die Mitarbeiter inspirieren oder in den Wahnsinn treiben. Die unterschiedlichen Typen haben ihre Vor- und Nachteile: Sie können deine Karriere fördern oder auch gleich im Keim ersticken. Wir haben für dich Tipps zum Umgang mit den verschiedenen Typen zusammengefasst. Denn man vergisst häufig, dass Führungskräfte auch nur Menschen sind.
#JobEinstieg 8: Cheftypen
#JobEinstieg 8: Cheftypen und ihre Eigenheiten

Jeder Chef hat seine Stärken und Schwächen, genauso wie andere Mitarbeiter auch. Umso besser ist es, wenn du lernst, mit ihren Eigenheiten umzugehen – so kannst du gleich Punkte für deine Karriere sammeln. Chefs lassen sich ganz gut in fünf Archetypen einteilen. Unsere Tipps helfen dir beim Umgang mit ihnen. Erkennst du deinen Vorgesetzten unter einem dieser Typen wieder?

Typ 1: der Kumpel

Ein lockerer Umgangston und ein offenes Miteinander versüßen nicht nur den Job-Alltag, sondern fördern grundlegend das Klima im Unternehmen. Der kumpelhafte Chef ist meist locker und entspannt. Seine Gutmütigkeit solltest du allerdings nicht ausnutzen und die Grenze zwischen freundschaftlichem und professionellem Umgang kennen. Auch bei einem freundschaftlichen Umgang mit deinem Vorgesetzten solltest du dir bewusst sein, dass du deinem Chef gegenüber stehst. Tratsch und Klatsch, der unter Freunden und Mitarbeitern ausgetauscht wird, sollte nicht plötzlich zum Thema mit dem eigenen Vorgesetzten werden.

Ärgerlich an diesem Cheftyp kann sein, dass du dir in einigen Situationen vielleicht ein strikteres Durchgreifen oder konkretere Aussagen wünschst. Sei dir aber bewusst, dass nicht du der Chef bist und ihm nur unterstützend zur Seite stehen kannst.

Tipp: Job und Privatleben möglichst trennen.

Typ 2: der Choleriker

Lautes Türenknallen und Getöse zerstören wohl jedes gute Betriebsklima. Den Choleriker interessiert das nicht, denn er fühlt sich im Recht. Wenn etwas nicht nach seiner Vorstellung läuft, wird er schnell laut und aggressiv. Mit allen Mitteln versucht er, seinen Willen durchzusetzen und scheint zu denken, dass eine gewisse Lautstärke ihn dabei unterstützt.

Damit liegt der Choleriker allerdings falsch. Zurückbrüllen ist bei diesem Typ keine gute Idee. Bleib stattdessen ruhig und sachlich – auch wenn du innerlich brodelst oder dich eingeschüchtert fühlst. Begib dich mit deinem Vorgesetzten nicht auf eine Schreihalsebene. Wird dein Chef beleidigend, solltest du jedoch Grenzen aufzeigen.

Tipp: Ruhig bleiben und nicht einschüchtern lassen.

Typ 3: der Chaot

Der Chaot bringt Schwung in die Bude – und Chaos. Den Mitarbeitern schwirrt der Kopf, da Aufgabenstellungen alle drei Sekunden geändert werden und Aussagen sich zum Teil widersprechen.

Spontaneität und Flexibilität zeichnen den chaotischen Cheftypen aus. Sein Lieblingssatz ist: „Geht nicht, gibt’s nicht!“ Und damit rauscht er häufig aus Meetings von dannen und lässt die Mitarbeiter alleine.

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Chef wieder im Dreieck springt, bleib ruhig und warte ab. Meist braucht es bei diesem Typ Chef ein oder zwei Anläufe, bis eine konkrete Aussage final steht. Festnageln lässt sich der Chaot nicht so leicht, stressen solltest du dich dadurch aber nicht.

Tipp: Bleib gelassen und priorisiere deine Aufgaben nach deiner Erfahrung.

Typ 4: der Unnahbare

Bei dem Unnahbaren handelt es sich um einen nüchtern-sachlichen Cheftypen. Ein freundschaftliches Verhältnis mit ihm aufzubauen, ist schwierig. Diese Distanz kann von Vorteil sein, da dein Chef dich nach deinen Leistungen beurteilt, und nicht nach deinem Privatleben.

In den meisten Fällen handelt der unnahbare Chef sehr sachlich und gerecht. Disziplin steht für ihn im Vordergrund – und genau das ist der Schlüssel zu ihm: Sprich nicht über Belanglosigkeiten, sondern berichte projektbezogen über deine Arbeit. Mit freundlicher Zurückhaltung gewinnst du sein Herz schneller als mit kumpelhaftem Überschwung.

Tipp: Professionell und projektbezogen bleiben.

Typ 5: der Herausforderer

Du weißt, was du für deine Karriere willst und was nicht? Der Herausforderer-Typ weiß es auch! Nicht nur an sich selbst stellt der Herausforderer klare Anforderungen, sondern auch an die eigenen Mitarbeiter und das Unternehmen. Das kann für dich und deinen Job sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben.

Dieser Cheftyp fordert dich nämlich des Öfteren zu neuen Höchstleistungen heraus. Dadurch hast du die Möglichkeit, über dich selbst hinauszuwachsen, eine stetig steigende Lernkurve zu erzielen und Punkte für deine Karriere zu sammeln. Auf der anderen Seite kannst du dich auch schnell überfordert fühlen.

Mach daher deinem Vorgesetzten bewusst, dass Herausforderung nicht Überforderung bedeuten sollte und du nach bestem Gewissen dein Bestes gibst. Vertraue deinen eigenen Fähigkeiten und gehe positiv an neue Aufgaben heran. Mit Sicherheit wirst du dich das ein oder andere Mal selbst überraschen, wie gut du mit Herausforderungen umgehst.

Tipp: Traue dich an neue Herausforderung heran.

Der letzte Ausweg: Bewerbung schreiben

In manchen Fällen passt aber so überhaupt nicht die Chemie zwischen Mitarbeiter und Chef. Und wenn es auch noch persönlich wird, hilft nur noch eins: Eine neue Stelle suchen und Bewerbungen schreiben. Schwierig wird es dann, im Guten auseinanderzugehen. Hier solltet ihr euer Arbeitsrecht kennen und zur Not dieses auch einfordern. Nichts ist schlimmer als ein schlechtes Arbeitszeugnis in eure neue Bewerbung aufnehmen zu müssen.

Wir hoffen, dass du durch diese Tipps deinem Vorgesetzten das nächste Mal entspannter gegenüber treten kannst und in keine Fettnäpfchen trittst. Und denk dran: Wenn es überhaupt nicht funktioniert – der zu dir passende Job und Arbeitgeber ist vielleicht nur eine Bewerbung entfernt. Das Zitat „Immer wenn mein Chef rot sieht, ärgere ich mich schwarz und mache blau“ trifft dann hoffentlich nicht mehr auf dich zu :)

PS: Im Video kannst du noch ein paar weitere Cheftypen erleben – und Tipps zum Umgang mit ihnen bekommen.

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