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Gefragte Allrounder: Jobs für Wirtschaftswissenschaftler

Die Kombi aus Studiengängen wie Betriebs- und Volkswirtschaftswissen macht „Wiwis“ breit einsetzbar. Für sie gibt es nach dem Abschluss an der Universität mehr Einstiegsfelder als Controlling oder Personalwesen – wenn die Voraussetzungen stimmen.
#JobEinstiegWiwi Teil 1
Gefragte Allrounder: Jobs für Wirtschaftswissenschaftler

Absolventen aus den Wirtschaftswissenschaften bringen nach dem Abschluss Fachwissen in vielen Bereichen mit – im Bachelor eignen sie sich wichtiges Grundwissen, etwa rund um das Thema Management, an. Mit dem Master überzeugen sie Unternehmen mit fundierten Kenntnissen, die sie nach dem Studium im Job und ihrer Karriere einbringen können. Wir unterstützen dich bei der Suche nach einem Job und geben dir einen aktuellen Überblick zu Jobs für Wirtschaftswissenschaftler im Jahr 2017 in Deutschland.

Richtig fassen lassen sie sich nicht: Wiwis sind überall. Ob in Großunternehmen, kleinen und mittelständischen Betrieben oder selbständig. Ihr Engagement prägt eine gute Konjunktur mit. Dabei gehen Karrieren heute oft anders. Mancher Wirtschaftswissenschaftler wird schon neben dem Studium zum Gründer. Dank gut geschossener Freistöße zum Beispiel. Konstantin Hert, Amateurfußballspieler mit Bachelor in Wirtschaftswissenschaften, fand die so gut, dass er 2010 einen Youtube-Kanal mit Videos dazu startete.  freekickerz war reiner Spaß. Das Potenzial sah Hert allerdings schnell. Heute hat er 5 Millionen Abonnenten und lebt von seinem Kanal. Wirtschaftsabsolventen müssen aber nicht gleich zum Gründer werden, auch in der freien Wirtschaft sind sie ungebrochen für attraktive Jobs im Management begehrt. Sinn fürs Digitale ist aber brauchbar.

Breit angelegtes WiWi-Studium vermittelt Experten-Wissen

Was Wirtschaftswissenschaftler können, brauchen Firmen zu jeder Zeit: Methodische Kenntnisse zur Behandlung wichtiger Fragen rund um die gute Haushaltsführung. Sie erwerben diese durch die Kombination der Studienbereiche Betriebswirtschaftslehre (Business Administration) und Volkswirtschaftslehre (Economics) an Universität oder Hochschule. Schon im Studium haben Wiwis es mit komplexen Denk- und Modellstrukturen zu tun. Sie lernen, Probleme zu analysieren und Lösungen für den Erfolg am Markt zu erarbeiten. Viele sammeln neben der Universität früh Auslandserfahrung und knüpfen zeitig Unternehmenskontakte. Ein sinnvoller Ausgangspunkt für den Job ist auch der Berufsstart als Trainee. Er bietet Einblick in wichtige Felder – von Produktplanung über Produktmarketing bis zur Unternehmensstrategie. Daher ist es empfehlenswert, sich bereits während des Studiums Zeit für die Suche nach interessanten Unternehmen zu suchen, die einen Fokus auf hervorragende Kenntnisse im Bereich der BWL legen. Zudem sollte auch die Bewerbung an das Wunschunternehmen so früh wie möglich versendet werden, um die Chancen auf den Traumjob zu erhöhen. Schau dir auch diesen Artikel rund um die perfekte Bewerbung an.

So viele Ökonomen wie nie auf dem Arbeitsmarkt

2016 hatten rund 1,6 Millionen Erwerbstätige in Deutschland einen Hochschulabschluss in Wirtschaftswissenschaften. Diese Zahl hat sich in den letzten 10 Jahren fast verdoppelt. An den Hochschulen gehören Studiengänge der Wirtschaftswissenschaften zur größten Gruppe an Studierenden.

Der Jobmarkt brummt, die Aussichten für eine gute Karriere sind vielen Bereichen prima: Handel und Vertrieb, Management und Unternehmensführung, Unternehmensverwaltung und Unternehmensberatung gehören zu den Feldern, in denen die Nachfrage nach Wirtschaftswissenschaftlern 2016 am größten war. Jeder vierte von ihnen war laut Bundesagentur für Arbeit in Handel, Vertrieb, Verkehr oder Logistik tätig. Jeder sechste fand sich in den Feldern Finanzdienstleistungen, Rechnungswesen, im Bereich Steuerberatung oder Wirtschaftsprüfung. Sehr gute Karrieremöglichkeiten bestehen aktuell in den Bereichen Finanzen, IT, Telekommunikation und Consulting. Ein Absolvent, der volkswirtschaftliche Fragestellungen zu seinem Joballtag machen will, sollte staatliche Institutionen, Verbände und Finanzinstitutionen wie Banken und Fondsgesellschaften ins Auge fassen. Da das Angebot hier aber nicht unbegrenzt groß ist, lohnt ein Blick in verwandte Nischen wie Investor Relations (Finanzkommunikation).

Neue Jobs – dank Big Data, Social Media, Nachhaltigkeit

Auch die Digitalisierung schafft Jobs. Arbeitgeber arbeiten mit Hochdruck daran, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen. Ob Umgang mit moderner IT, Data Handling und Datenschutz, Social Media oder Cyber Security: Die Anpassung der Konzernstrukturen an das rasante Tempo des Wandels lässt sich nicht nur von IT-Experten lösen. Der Auftritt am Markt bleibt bestehen. Wer bestehende Kenntnisse mit digitalen Kompetenzen verbinden kann, gewinnt. Dabei kommt es in Zeiten steigender Absolventenzahlen auch auf stimmige Soft Skills wie Teamfähigkeit und Kritikfähigkeit, aber auch interkulturelle Erfahrung an. Weiterhin ein Plus: außeruniversitäres Engagement. Praktika werden heute generell vorausgesetzt.

Laufend entstehen neue Berufsfelder, die den etablierten Konzernabteilungen einheizen. Beherrscht ein Absolvent den Umgang mit Daten, etwa durch Analyse-Software, und ebenso die Analyse von Geschäftsmodellen oder methodische Kenntnisse wie Statistik, sind das wertvolle Ressourcen für eine Karriere. Auch Social Media ist für die Wirtschaft von großer Relevanz. So sind etwa 33 Prozent der Experten im Online-Marketing Wirtschaftswissenschaftler. Einsteiger mit Interesse an Personalthemen sollten Trends wie Social Recruiting im Auge haben. Hintergrund ist die proaktive Suche von Firmen nach passenden Bewerbern.

Ein anderes Thema der Stunde: Nachhaltigkeit. Vom Energiesektor, Stichwort Ökostrom, über den Modesektor bis zur Produktion und Fertigung gibt es Einstiegsmöglichkeiten mit Fairness-Fokus. Findige Wirtschaftsexperten schauen sich daher idealerweise auch in Think Tanks, spezialisierten Beratungen oder NGOs um. Die Chance, so eine eigene fachliche Nische und ein unverwechselbares Profil zu finden, sind gut.

Gehalt für Wirtschaftswissenschaftler: breites Spektrum

Die Einstiegsgehälter für Wirtschaftswissenschaftler, die Studiengänge von BWL bis VWL absolviert haben, schwanken stark. So starten sie mit Bachelorabschluss bei Gehältern von 30.000 bis 40.000 Euro brutto pro Jahr in Abhängigkeit von der Branche und der Region. Dabei gilt: Je weiter südlich in Deutschland ein Absolvent einsteigt und je größer der Arbeitgeber ist, desto besser ist das Einstiegsgehalt. Und auch die Branchen zahlen unterschiedlich. Im Finanzsektor, in prüfenden und beratenden Firmen, in Pharmaindustrie und technikorientierten Branchen zum Beispiel gibt es mehr Geld als in Handel oder Medien.

Die Erwartungen der Berufseinsteiger liegen bei Jahresbruttogehältern von durchschnittlich 46.012 Euro (Männer) bzw. der Gender Pay Gap geschuldeten Summe von 40.219 Euro (Frauen). Das ermittelten Umfragen im Rahmen der „Universum Student Survey Deutschland 2016“. Die Wunsch-Arbeitgeber von Young Professionals sind laut Universum große Autohersteller: BMW Group, Audi und Porsche.

Nützliches Netzwerk für den Jobstart: careerloft

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