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Game of Thrones: Karrieretipps von Daenerys, Tyrion und Co

In Teil 2 von #KarriereTippsausHollywood durchforsten wir den HBO-Serienhit Game of Thrones nach verborgenen Lektionen für die Karriere. Frei nach dem Motto „Köpf dich nach oben“: Was können wir von Daenerys Targaryen, Arya Stark und Co für den Berufseinstieg lernen?
Game of Thrones: Karrieretipps von Daenerys und Co

Spoiler-Warnung: In diesem Artikel nehmen wir Bezug auf Charaktere und Szenen der Staffeln 1-3. Wenn du also noch nicht bei Staffel 4 angelangt bist und dir Game of Thrones noch ansehen oder die Buchvorlage lesen möchtest, solltest du diesen Text meiden wie Sandor Clegane offenes Feuer.

Doch jetzt kann es endlich losgehen: Hier kommen 5 Karrierelektionen direkt aus Westeros:

1. Robert Baratheon: Höre nie auf, an deinen Fähigkeiten zu arbeiten!

Erinnerst du dich noch an Robert Baratheon? Man kann sagen, dass er einst der mächtigste Mann Westeros war: Er gewann den Krieg des Usorpators, tötete Rhaegar Targaryen und herrschte fortan über die sieben Königreiche. Dank purer Stärke, Macht und Anmaßung konnte er den Eisernen Thron für sich behaupten. Und wurde schließlich Opfer seiner eigenen Selbstzufriedenheit (und eines „Jagdunfalls“ mit einem Wildschwein). Ein Schicksal, dass so manchem Young Professional nach ein paar Jahren Berufserfahrung zuteil werden kann (nur das mit dem Wildschwein wäre im Büro eher ungewöhnlich).

Mir zu misstrauen war das Klügste, was Ihr getan habt, seit Ihr von Eurem Pferd gestiegen seid.
Petyr Baelish

Denn als Robert Baratheon sein Ziel erreicht hatte, machte er es sich als Herrscher über Westeros erst mal richtig gemütlich und widmete sich ausgiebig dem Alkohol, Festgelagen und zahlreichen Bett-Eskapaden. Dabei verlor er seinen eigentlichen Job aus den Augen. Seine Berater fanden kein Gehör mehr oder begannen, eigene Interessen zu verfolgen. Robert Baratheon verlor den Fokus und hörte auf, sich anzustrengen. Seine Bequemlichkeit ebnete den Weg für die Schreckensherrschaft unter dem Lannister-Sprössling Joffrey Baratheon.

Gerade wenn du die Phase des Berufseinstiegs erfolgreich hinter dich gebracht hast, solltest du vermeiden, in diese Bequemlichkeitsfalle zu tapsen. Natürlich kannst du nicht dein ganzes Berufsleben lang immer nur Vollgas geben. Doch wer selbstzufrieden seinen Job absitzt, verliert den Blick für die wesentlichen Dinge und muss sich nicht wundern, wenn ihn andere Kollegen auf der Karriereleiter überholen.

2. Varys: Wissen ist Macht

Varys, auch „die Spinne“ genannt, hat es weit gebracht: Er gehört zu den engsten Beratern der Baratheons. Diesen Stand verdankt er vor allem seinem gut gepflegten Spitzelnetzwerk, das sich in alle Winkel Westeros und darüber hinaus erstreckt. Dank dieses Netzwerks ist Varys stets im Bilde über neue politische Entwicklungen und in der Lage, sie gewinnbringend für seine Interessen einzusetzen.

Wie in Game of Thrones ist es auch im Job von unschätzbarem Wert, sich ein gut funktionierendes Informationsnetzwerk aufzubauen. Wer auf dem Laufenden bleibt, kann sich besser einbringen – ob es nun neue Projekte, Ressourcen oder Mitarbeiter betrifft. Zum Glück hat man es dabei im wahren Leben mit deutlich weniger Mordverschwörungen zu tun als bei Game of Thrones.

3. Daenerys Targaryen: Such dir ein gutes Team und vertraue auf dein Urteil!

Spätestens zu Beginn der zweiten Staffel von Game of Thrones muss sich Daenerys Targaryen mit dem Thema Führung auseinandersetzen. Als Khaleesi, als Anführerin einer Stammesgruppe der Dothraki, sorgt sie nicht nur für ihr Gefolge, sondern stellt nebenbei noch eine ansehnliche Armee auf die Beine und erobert ganze Städte.

Hodor!
Hodor

Auf ihrem Weg umgibt sie sich mit Menschen, die ihr die Treue geschworen haben. Daenerys nutzt ihre Berater, allen voran Jorah Mormont, aktiv und nimmt sich Zeit, ihre Ratschläge abzuwägen und in Betracht zu ziehen. Doch sie hat auch erkannt, dass ihr die wirklich schwierigen Entscheidungen niemand abnehmen kann und sie letztlich Vertrauen in ihr Urteil haben muss – ob sie nun zum ersten Mal aus reinem Instinkt in ein Feuer tritt oder sich dazu entschließt, der Sklavenarmee der „Unbefleckten“ die Freiheit zu schenken.

Wie bei Game of Thrones gibt es auch in der Arbeitswelt immer wieder Situationen, in denen deine Entscheidungsfreude gefragt ist. Das ist nicht immer einfach: Selbst wenn alle verfügbaren Informationen auf dem Tisch liegen, kann es sein, dass es mehrere Lösungen mit verschiedenen Vor- und Nachteilen gibt. Führung heißt dann auch, die Entscheidung klar zu treffen, sie durchzusetzen und zu ihr zu stehen, auch wenn nicht alle im Team von der Lösung überzeugt sind.

4. Arya Stark: Mach das Beste aus ungewöhnlichen Allianzen!

Die Dynamik zwischen Arya Stark und Sandor Clegane, auch bekannt als „der Bluthund“, gehört zu den interessantesten Beziehungen von Game of Thrones. Nachdem Clegane in Staffel 1 den Metzgerjungen Mycah, ein Freund Aryas, umbringt, schwört sie, im Gegenzug Clegane zu töten und setzt ihn auf ihre Todesliste.

In der dritten Staffel von Game of Thrones gerät Arya schließlich in Cleganes Gefangenschaft. Auf der langwierigen Suche nach einem Kopfgeldzahler überwindet das unfreiwillige Duo zahlreiche Gefahren und ist dank Teamwork erstaunlich effektiv.

Mein Bruder sagte mir mal, dass nichts, was jemand vor dem Wort ‚aber’ sagt, wirklich zählt.“
Benjen Stark

Egal in welcher Branche du deinen Berufseinstieg machst, irgendwann wirst auch du ihm begegnen: diesem Kollegen, den du wirklich gar nicht abkannst. Und ausgerechnet mit ihm musst du ein neues Projekt stemmen. Hier gilt wie bei Arya Stark und Sandor Clegane: Professionalität schlägt Antipathie. Die Fähigkeit, mit Kollegen zusammenarbeiten zu können, die einen völlig anderen fachlichen Hintergrund haben und für dich ungewohnte Herangehensweisen verfolgen, ist in modernen Teams gefragter denn je. Also schluck deinen Stolz runter (und Todeslisten aller Art gleich dazu) und versuche, das Beste aus der ungewollten Allianz zu machen – und vielleicht sogar etwas von den unterschiedlichen Sichtweisen zu lernen.

5. Tyrion Lannister: Setz auf deine Stärken!

In den Augen seines Vaters Tywin und seiner Schwester Cersei ist Tyrion aufgrund seiner Kleinwüchsigkeit nicht viel mehr als ein Schandfleck des Hauses Lannister. Verspottet als „Gnom“ hat es Tyrion in Westeros nicht leicht. Dennoch gelingt es ihm immer wieder, sich aus zahlreichen brenzligen Situationen zu befreien – ganz ohne Gewalt, dafür mit der Kunst der Rhetorik.

Wie er das anstellt? Tyrion besinnt sich auf seine Stärken. Als er gemeinsam mit Jon Snow zu Beginn der ersten Staffel von Winterfell zu Brüdern der Nachtwache reist, fragt Jon ihn, warum er immer so viel lese. Daraufhin verweist Tyrion auf den Unterschied zwischen ihm selbst und seinem Bruder Jaime Lannister: „Mein Bruder hat sein Schwert und ich meinen Verstand … und ein Verstand braucht Bücher wie ein Schwert den Schleifstein."

Tyrion ist klar, dass er seine Interessen nie mit roher Gewalt durchsetzen kann – ansonsten ja durchaus ein sehr probates Mittel in Game of Thrones. Stattdessen setzt er auf seinen geschliffenen Verstand und nutzt die Tatsache, dass seine Widersacher ihn oftmals seiner Körpergröße wegen unterschätzen.

Ein Verstand braucht Bücher wie ein Schwert den Schleifstein.
Tyrion Lannister

Auch beim Berufseinstieg ist es sinnvoll, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und das berufliche Profil zu schärfen. Du interessierst dich fachlich für ein bestimmtes Thema im Job? Dann werde zum Experten für deine Arbeit! Besuche Konferenzen zu deinem Fachgebiet, blogge darüber und teile dein Wissen mit deinen Kollegen. Auf diese Weise unterstützt du nicht nur dein Team, sondern erhöhst deine Sichtbarkeit im Unternehmen und bei potenziellen zukünftigen Arbeitgebern. Hier findest du noch viele weitere Tipps für die Profilierung zum Experten.

6. Bonustipp von Daenerys Targaryen: Besorg dir ein paar Drachen!

Wenn sonst nichts mehr hilft, solltest du dir wirklich ein paar ausgewachsene Drachen als Begleiter zuzulegen. Bist du mit dem Verlauf des Meetings unzufrieden? Ruf deine Drachen! Bei der Gehaltsverhandlung geht aus deiner Sicht noch was? Lass die Drachen Überzeugungsarbeit leisten! Dein Kollege hat die besten Urlaubstage weggeschnappt? Schick deine Drachen vorbei!

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