DE EN

Fehlstart – So überlebst du keine Probezeit

Katja Mayer 15.08.2012
Alle Fragen sind beantwortet, der Arbeitsvertrag ist unterschrieben. Du hast es geschafft, dich gegen alle Mitbewerber durchzusetzen, nun hast du einen neuen Job. Herzlichen Glückwunsch!

Was dich in dem Unternehmen erwartet, kannst du nur ahnen. Aber du wirst das Kind schon schaukeln. Was soll schon passieren in der Probezeit? Schließlich weißt du, was du wert bist. Dennoch gibt es einige Dinge, die du dir in der Probezeit unbedingt verkneifen solltest:

Zeige jedem, was in dir steckt

Dinge, die du dir in der Probezeit verkneifen solltest
Besserwisserei solltest du dir unbedingt verkneifen

Die Probezeit ist deine Chance, einen hervorragenden Eindruck zu machen. Schließlich willst du in dem neuen Unternehmen nicht einfach irgendein Mitarbeiter sein. Nein, du willst deine Duftmarke setzen. Du weißt, was du kannst. Aber die neuen Kollegen und vor allem dein Chef haben davon keine Ahnung. Deshalb musst du es ihnen zeigen, vom ersten Tag an. Erzähle den Kollegen daher bei jeder Gelegenheit, was du bisher geleistet hast und welche großartigen Fähigkeiten du mitbringst. Dabei ist darauf zu achten, dass dein neuer Chef diese Lobeshymnen auch hören kann.

Stecke dein Revier ab

Deine Kollegen müssen von Anfang an begreifen, dass du jetzt die neue Nummer eins bist. Klar, du hast gerade erst angefangen und deine Probezeit hat gerade erst begonnen. Umso wichtiger ist es, dass du deinen Kollegen zeigst, wo der Hammer hängt. Du musst ihnen deutlich und regelmäßig vermitteln, dass du eindeutig besser bist als alle anderen in diesem Unternehmen. Den Kontrast zwischen Deinen Leistungen und denen der anderen kannst du natürlich noch verstärken, indem du nicht allzu positiv über die Leistung deiner Kollegen sprichst. Vor allem im Gespräch mit dem Chef ist es sinnvoll, die Fehler der anderen deutlich hervorzuheben.

Du weißt das besser

Darüber hinaus solltest du in deiner Probezeit bei jeder sich bietenden Gelegenheit darauf hinweisen, was in diesem Laden alles schief läuft. Dass du noch nicht lange genug dabei bist, um das beurteilen zu können, kann ja wohl kein Argument sein. Im Gegenteil: Dein unverfälschter Blick auf die verkrusteten Strukturen ist deine Stärke! Natürlich werden Kollegen eine nachvollziehbare Erklärung dafür liefern können, warum bestimmte Dinge so sind und nicht anders gehandhabt werden. Ist doch klar: Die sind schon ewig im Unternehmen und haben sich der hier vorherrschenden Denke so stark angepasst, dass ihnen gar nicht mehr auffällt, was schiefläuft.

Deine Erfahrung zählt

Du hast bestimmt schon den Ratschlag gehört, dass neue Mitarbeiter sich auf die Erfahrung älterer Kollegen verlassen sollen. Vergiss das ganz schnell! Was den durchschnittlichen Arbeitnehmer angeht, mag das gelten. Du aber hast deine eigenen Erfahrungen gemacht, da brauchst du keine Ratschläge von „alten Hasen”.Schließlich stammt die Erfahrung des Kollegen noch aus dem letzten Jahrtausend.

Lesetipp: Wenn du es nicht so, sondern besser machen willst, blättere in den Überlebenstipps für die ersten 100 Tage von Gunda Achterhold und lies den careerloft-Artikel zu Bewährungsprobe: Die ersten 100 Tage im Job mit unseren Empfehlungen für einen guten langfristigen Eindruck.

Redaktion: Katja Mayer mit Karrierebibel