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11 Don'ts beim Lebenslauf

... und wie du es richtig machst!

Anna De Surmont 22.09.2017
Ein informativer, korrekter Lebenslauf gehört für deutsche Arbeitgeber zu den wichtigsten Auswahlkriterien bei der Suche nach neuen Mitarbeitern. Fehler im Lebenslauf wirken sich entsprechend negativ aus. Damit du den größten Stolpersteinen sicher aus dem Weg gehen kannst, haben wir für dich eine Liste mit 11 zentralen Don’ts für jeden Lebenslauf zusammengestellt. Und natürlich erfährst du auch, wie du es richtig machst. Am Ende des Artikels findest du zudem Links zu noch mehr careerloft-Tipps für einen perfekten Lebenslauf.
Visual zu #RichtigBewerben44 von careerloft: Don'ts für den Lebenslauf

1. Falsche Chronologie

Richtig: Der tabellarische Lebenslauf hat sich als Standard durchgesetzt. Los geht’s mit deinen persönlichen Daten. Danach folgen die weiteren Stationen zeitlich sortiert, wobei du mit der aktuellsten Station startest und die anderen bis hin zur Schulbildung rückwärts auflistest. Dabei differenzierst du zwischen Studium, Ausbildung, beruflicher Tätigkeit und schulischer Ausbildung. Auch innerhalb der Stationen beginnst du mit dem jüngsten Ereignis bzw. Abschluss, unter „Studium“  listest du zum Beispiel zuerst dein Masterstudium auf, dann dein Bachelorstudium. Abschließend führst du besondere Kenntnisse / Fähigkeiten sowie Hobbys / Engagements auf, sofern sie für deine Bewerbung relevant sind.

2. Zu knappe Beschreibung

Richtig: Liste bei deiner Berufs- und Praxiserfahrung auch einzelne Tätigkeiten zu den jeweiligen Punkten auf. Das gilt vor allem, wenn die Positionen erklärungsbedürftig und die dazugehörigen Tätigkeiten nicht jedem bekannt sind.  

3. Unprofessionelle E-Mail Adresse

Richtig: Gib eine seriöse E-Mail-Adresse an, möglichst bestehend aus Name.Vorname@anbieter.de an. Dein Echtname macht es dem Arbeitgeber leichter, deine E-Mail-Adresse namentlich zuzuordnen.

4. Sich in Details verlieren

Richtig: Gib alle relevanten Fakten an, die unmittelbar in Bezug zu deiner Bewerbung stehen. Verliere dich bei den Tätigkeiten nicht in unwesentlichen Details und liste unter Erfahrungen und Hobbys nur auf, was für deine Bewerbung wirklich relevant ist. Deinen künftigen Arbeitgeber interessiert nicht, dass du im Praktikum zur wöchentlichen Routinesitzung die Unterlagen ausgelegt hast. Auch musst du nicht alle deine Urlaube aufzählen, weil „Reisen“ dein Hobby ist. Wenn aber „Gaming“ zu deinen Hobbys zählt und du als Betreuer eine Jugendfußballmanschaft trainierst, solltest du beides erwähnen. Hier liest der Personaler zwischen den Zeilen mit: Du bist computeraffin und engagierst dich ehrenamtlich – und beides spricht für dich!

5. Schwächen nennen

Richtig: Betone deine Stärken und vermeide, unabsichtlich Schwächen zu nennen. Beispiel: „Ich arbeite immer sehr genau – das kostet mich aber oft viel Zeit.“ Schließlich ist der Lebenslauf wie deine Bewerbung insgesamt ein Werbebrief. Nur, dass du mit ihm nicht für ein x-beliebiges Produkt die Werbetrommel rührst, sondern für dich selbst.

6. Unnötige Lücken im Lebenslauf

Richtig: Achte darauf, in den verschiedenen Bereichen alle relevanten Stationen aufzuführen, so dass keine unfreiwilligen Lücken im Lebenslauf entstehen. Wenn dabei deutlich wird, dass du eine Ausbildung abgebrochen oder ein Studium gewechselt hast – auch ok. Schließlich kann dich das persönlich weitergebracht haben. In unserem Beitrag zum lückenlosen Lebenslauf erfährst du, wie du geschickt mit Karrierepausen umgehst. 

7. Extravagante Schriften

Richtig: Entscheide dich für einen gängigen gutlesbaren Schrifttyp wie Calibri oder Arial. Oder auch zwei. Setze auf jeden Fall nicht zu viele Schriftgrößen ein. Kreative Schrifttypen und ein wildes Durcheinander unterschiedlicher Schriftgrößen machen keinem Personaler Spaß. Er möchte schnell und möglichst auf einen Blick alle relevanten Fakten erfassen können. 

8. Von Wahrheit beugen bis lügen

Richtig: Du kannst Aspekte deines Lebens auslassen, bleibe aber bei dem, was du schreibst, bei der Wahrheit. Denn eine Binsenweisheit lautet: Wer in der Bewerbung bei Fähigkeiten und Kenntnissen flunkert, fliegt irgendwann auf – vielleicht schon im Bewerbungsgespräch, weil es mit den verhandlungssicheren Englischkenntnissen dann doch nicht so weit her ist.

9. Zu viel scheiben

Richtig: Der Lebenslauf ist eine Aufzählung von Fakten in Stichworten bis maximal kurzen Sätzen. Dabei kommst du sehr schnell auf den Punkt. Möchtest du deine Motivation erläutern, nutze dafür das Anschreiben oder Motivationsschreiben.

10. Links zu Social Media Accounts angeben

Richtig: Verzichte auf die Angabe von Links zu deinen privaten Social Media Accounts. Dort bist du privat unterwegs und deine Accounts enthalten möglicherweise Informationen, die den Arbeitgeber irritieren könnten. Möchte er dich auf diesem Feld screenen, kann er das auch ohne deine Hilfe tun. Bist du für eine Organisation oder einen Verein tätig und deren Social Media Accounts liefern weitergehende Informationen, kannst du sie natürlich nennen, auch wenn du dort zu sehen bist.

11. Unterschrift vergessen

Richtig: Der Lebenslauf wird unterschrieben. Um sicher zu sein, dass du das und andere wichtige Punkte in deiner Bewerbung nicht vergisst, mach am Ende einfach einen gründlichen Check. Außerdem solltest du deine Bewerbung von einer Person deines Vertrauens auf alle relevanten Punkte prüfen lassen.

Weitere Infos zum Thema Lebenslauf findest du unter unserer Serie #RichtigBewerben: