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Die drei Steps zum M.D. – das amerikanische Staatsexamen für Mediziner

Wer seine gesamte Ausbildung als Mediziner im Land der unbegrenzten Möglichkeiten absolvieren will, kommt um eines nicht herum: die sogenannten Steps der United States Medical Licensing Examination (kurz USMLE).
Hannes Brandt, Gastautor bei careerloft
Hannes Brandt

Anders als in Deutschland werden Assistenzarztstellen in den USA einmal jährlich zentral im sogenannten Residency Match bundesweit verteilt. Ohne die entsprechenden Examen der einzelnen Steps hat man als International Medical Graduate (IMG) keine realistische Aussicht, in ein Residency Program aufgenommen zu werden.

Alles halb so wild

Beim Gedanken an das USMLE sollte man jedoch keine Angst vor enormem Zusatzaufwand haben. In den allermeisten Fällen kochen die Amerikaner nämlich auch nur mit Wasser. Medizin ist eben Medizin. Will heißen: Wer gerade für sein zweites deutsches Staatsexamen gelernt hat, sollte auch mit dem entsprechenden Step keine Probleme haben. Selbstverständlich prüft dass deutsche IMPP etwas anders als das amerikanische National Board of Medical Examiners. Auch die Inhalte der einzelnen Prüfungen sind unterschiedlich aufgeteilt. Dennoch kann man mit vergleichsweise geringem Aufwand ein zweites Staatsexamen in seinem Lebenslauf erwähnen und neben zusätzlicher medizinischer Expertise auch die Möglichkeit einer Assistenzarztstelle in Amerika erhalten.

Interessanterweise kann man die ersten beiden Steps in Deutschland ablegen. Zeitlich ist man dabei sehr flexibel. Als Medical Doctor (M.D.) kann man sich bereits bezeichnen, wenn man sein Medizinstudium in Deutschland abgeschlossen und Step 1, 2CK und 2CS erfolgreich hinter sich gebracht hat. Bevor man jedoch als Arzt in die Vereinigten Staaten aufbricht, lohnt es sich, Step 3 zu absolvieren, da dieser für die Beantragung des H1-Visums benötigt wird.

Nur vier Monate Aufwand für den zusätzlichen Abschluss

Wer es klug anstellt und einige Monate seiner Freizeit für das USMLE opfert, kann die zusätzlichen Prüfungen ohne Freisemester absolvieren. Wie das genau funktioniert, wird auf www.usmle-world.de verraten. Dort findest du ein umfassendes Angebot zum Thema USMLE. Neben tiefergehenden Informationen zu Anmeldung und Inhalt, hast du etwa auch Zugriff auf Bücherempfehlungen, Erfahrungsberichte, wichtige Links zum Thema und ein Forum, in dem du dich mit anderen Anwärtern austauschen kannst.