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Der Raspberry Pi 2 – das Wunderwerk bekommt ein Upgrade

Der neue Raspberry Pi 2 ist nun schon einige Wochen auf dem Markt. Wir haben für dich einmal zusammengefasst, um was es sich eigentlich handelt. 

Was ist das eigentlich für ein Teil?

Das ist der Raspberry Pi 2
Das ist der Raspberry Pi 2

Der Raspberry Pi ist im Grunde nichts anderes als ein Mini-PC. Das bedeutet, dass er allen Funktionen eines herkömmlichen Computers nachkommt, nur in einem kleineren Umfang. Statt Grafikkarte gibt es einen Grafikchip, der Prozessor wartet mit 900 Megahertz, statt drei Gigahertz auf. 

Aber: Der Raspi verbraucht gerade mal 2,2 Watt, sodass man ihn bequem rund um die Uhr in Betrieb lassen kann oder über viele Stunden hinweg mit Akkus versorgen kann – ganz bequem per Mini-USB.

Hinter dem Ganzen steckt die Raspberry Foundation aus Großbritannien. Die Gewinne fließen also nicht an ein Unternehmen, sondern direkt in die Förderung von Informatikunterricht an Schulen.

Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist Modell 2 des Raspberry Pis um einiges schneller. Mittlerweile trägt der Prozessor vier Kerne, was ihn vier bis fünf Mal schneller macht.

Dies sorgt unter anderem dafür, dass das Betriebssystem der Raspberry-Foundation in knapp 17 Sekunden bootet. Das erste Modell benötigte noch 43 Sekunden. Und ja, richtig gelesen, es läuft ein Desktop-System auf dem kleinen Ding – natürlich kannst du auch die Linux-Distribution deiner Wahl installieren.

Microsoft steckt übrigens zur Zeit mitten in der Entwicklung einer offiziellen Windows-Variante, die sich mit 256 Megabyte RAM-Speicher begnügt. Offizieller Name: Windows 10 IoT for Small Devices.

Wem wiederrum die 900 MHz des Prozessors nicht reichen, der kann bei der neuen Version mittels Overclocking-Voreinstellung seinen Prozessor übertakten, sogar ohne Garantieverlust.

Dein Raspberry, dein Projekt

Doch genug der Details. Hier kommen ein paar Projektvorschläge für deinen Raspberry Pi:

Damit privat bleibt, was privat sein soll.

Wie wäre es mit einer Truhe, die sich nur nach erfolgreicher Gesichtserkennung öffnen lässt? Alles, was man dazu braucht, ist nebst Truhe eine Kamera und die kostenlose Software OpenCV-Bilderkennungsbibliothek.

Die private Cloud fürs Eigenheim.

Du hast genug von der ewigen Unsicherheit darüber, welche Daten wo im Netz gesammelt werden? Dann sammel doch selbst: Mit der ownCloud . Der sparsame Stromverbrauch des Raspis erlaubt den Betrieb rund um die Uhr, ohne auszufallen. Die eigene Cloud erlaubt dir hundertprozentige Kontrolle über deine Daten.

Spaß an Retrogames?

In wenigen Minuten lässt sich der Raspi dank RetroPie zur Emulator-Spielekonsole umfunktionieren. Durch ROMs lassen sich die meisten Klassiker aus 30 Jahren Videospielgeschichte wiederbeleben. Unterstützt werden ROMs des NES, SuperNintendo, N64, GameBoy und sogar Amiga, MegaDrive und Co.

Keine Verwendung für den alten Kassetten-Ghettoblaster? Denkste!

Ins Kassettenfach einfach den Raspi einbauen, mit der Stromzufuhr über Flachbandkabel koppeln und fertig ist die Laube. Fast. Die Musik kommt über Software, die es dem „Raspiblaster“ erlaubt, über DLNA und AirPlay angesteuert zu werden, statt über das batteriefressende Bluetooth-Protokoll.

Um welche Software es sich dabei genau handelt und ausführliche Anleitungen dazu, lassen sich der Ausgabe 9/15 des c´t Magazins entnehmen oder auch online aus hunderten von Raspi-Tutorials. Im Magazin unseres Förderleistungsanbieters findest du auch viele weitere Projekte, verrückte Versuche und allerhand nützliches Wissen der Technikwelt. Du hast Interesse an einem kostenlosen c’t-Abonnement? Als careerloft-Fördermitglied kannst du es jetzt als Förderleistung beanspruchen!

Übrigens haben auch schon einige careerloft-Mitglieder ihr eigenes Projekt mit dem Raspberry Pi verwirklicht – lass dich inspirieren!

Das wars soweit von mir. Falls du jetzt auch Lust auf ein eigenes Projekt bekommen hast, dann schaut doch mal hier.

Ich bastel jetzt erstmal ne Runde …