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Der fuks geht um: Lohnt sich das Engagement in einer Hochschulgruppe?

Kennst du das Wort „Praxis“ nur aus der Theorie?

„Kennst du das Wort „Praxis“ nur aus der Theorie?“ Mit diesem Slogan wirbt die fachübergreifende studentische Unternehmensberatung fuks am KIT (Karlsruher Institut für Technologie). Alexander Jauks erzählt in seinem Gastbeitrag, wie er diese Hochschulgruppe kennengelernt hat.

Meine Hochschulgruppe?

fuks-Logo
"fuks" ist eine fachübergreifende studentische Unternehmensberatung am KIT.

Die Idee hinter fuks ist simpel: Die Theorie, die an der Uni vermittelt wird, unmittelbar in der Praxis anzuwenden. Es ist Sonntagabend, als in der Schillerstraße 7 das Licht ausgeknipst wird. Ich liege im Bett und versuche mich mental darauf einzustellen, dass morgen ein neuer Lebensabschnitt beginnen würde: Das Studium an einer Hochschule fernab von zu Hause.

Im Laufe der ersten Wochen hat man gefühlt mit 200 Leuten aus 400 Städten geredet und 600 Meinungen zum Studium und dem damit verbundenen Zeitaufwand gehört. Anfangs bin ich auch noch in jede Vorlesung gegangen, egal, wie effektiv diese zu meinem Wissenszuwachs beigetragen hatte, und die Tage wurden somit ziemlich lang. Daher war ich äußerst skeptisch, noch mehr in meinen Stundenplan einzubringen.

Fuks spricht mich an

Dennoch habe ich mich auf der Hochschulgruppen-Messe, die ein fester Bestandteil der Orientierungsphase vieler Studiengänge ist, von verschiedenen Hochschulgruppen über ihre Tätigkeiten informieren lassen.

Dort hat mich insbesondere die studentische Unternehmensberatung fuks angesprochen. Nachdem ich auf dem Infoabend mit ein paar Mitgliedern gesprochen hatte, wurde mein erster positiver Eindruck bestätigt und ich begann, ab und zu die Treffen zu besuchen. Dennoch war ich besonders hinsichtlich des zeitlichen Aspekts noch zurückhaltend. Mein Motto war damals: „Uni geht vor Hochschulengagement!“ Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Warum kam es aber dennoch schon im Laufe des ersten Jahres dazu, dass ich die Treffen der Hochschulgruppe fuks immer regelmäßiger besuchte und mich auch dazu bereiterklärte, kleinere Aufgaben zu übernehmen, obwohl der Stundenplan nach dem ersten Semester immer voller wurde? Zu sagen: „Die Arbeit macht Spaß und man lernt Leute aus dem Verein kennen, mit denen man sonst nichts zu tun hätte“, wäre durchaus richtig. Aber dieses Argument könnte man auch auf jeden anderen Verein übertragen – sei es ein Sportverein oder jede beliebige Hochschulgruppe. Was ich bei fuks besonders schätze, ist die Vielfalt an Möglichkeiten, aktiv im Verein mitzuarbeiten:

Hochschulgruppe fuks
Ein Treffen der Hochschulgruppe fuks

fuks an sich ist ein Verein, der aus mehreren Ressorts besteht. Jedes Ressort hat einen speziellen Aufgabenbereich, der den Verein voranbringt. Es gibt beispielsweise die Akquise, welche alle Aufgaben übernimmt, die mit Kunden des Vereins zusammenhängen. Ein weiteres Beispiel ist das Ressort IT, das sich nicht nur um die Instandhaltung des internen Netzwerks und der Homepage kümmert, sondern insbesondere für das Wissensmanagement und die Bereitstellung des Know-how innerhalb des Vereins verantwortlich ist. Marketing & PR, Mitgliederentwicklung & Kommunikation, sowie Qualitätsmanagement & Recht vervollständigen die Liste.

Viele Möglichkeiten

Neben den Ressorts gibt es zudem noch die Geschäftsbereiche Unternehmensberatung und Studentenservice sowie das Magazin Karlsruher Transfer. Jedes fuks-Mitglied hat die Möglichkeit, sich neben der Arbeit im Ressort noch zusätzlich in einem der Geschäftsbereiche zu engagieren.

Nach etwa einem Jahr kann ich guten Gewissens sagen, dass es durchaus möglich ist, beides zu realisieren. Studium und Engagement in einer Hochschulgruppe sind keineswegs Substitute, die nur gegeneinander getauscht werden können, sondern sind gut miteinander vereinbar. Darüber hinaus ergeben sich Synergieeffekte, von denen auch das Studium profitieren kann. Außerdem kommt außeruniversitäres Engagement in Bewerbungsverfahren immer gut an und kann die Chancen auf den gewünschten Posten erhöhen.