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Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede, Teil 3

Katja Mayer 11.07.2012
Faszinierendes Thema heute: Körpersprache – schon alleine dazu könnten wir Seiten füllen, aber lies lieber unsere Tipps und schau dir das Video dazu an:

K wie Körpersprache

Der optimale Stand beim Präsentieren sieht so aus: Beine durchgestreckt und leicht geöffnet, die Füße stehen parallel und fest auf dem Boden. Wenn du nicht auf dem ganzen Fuß stehst oder gar wippst, deutet dies auf deine Nervosität hin. Dein Rücken sollte durchgestreckt sein, die Arme angewinkelt, die Hände – so sie nicht auf etwas zeigen – liegen ineinander, die Handflächen zeigen nach oben, das signalisiert Offenheit. Bitte nicht die Arme verschränken oder die Hände in den Hosentaschen vergraben, das wirkt unhöflich. Ab und zu die passive Hand in die Hosentasche zu stecken ist hingegen erlaubt. Ruhige, langsame Bewegungen wirken souveräner als nervöses, hektisches Agieren.

L wie Lampenfieber

Der Mund ist trocken, die Hände nass, der eigene Puls pocht im Ohr – Lampenfieber. Es stellt sich ein, wenn der Betroffene sich zu sehr auf sein Selbst, seine Gefühle, seine Scham konzentriert. Dies gilt es zu verhindern, denn während du versuchst, den Bammel vor deiner Performance in den Griff zu bekommen, verlierst du den Kontakt zum Publikum – à ohne Kontakt kein wirkungsvoller Auftritt. Du kannst deine Nervosität überwinden, indem du dir überlegst, was – realistisch betrachtet – passieren kann. Hilfreich ist es auch, sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen: Wie sieht der Vortragsraum aus? Wie werden Rechner und Beamer aktiviert? Was kann ich vorbereiten? 

So wird aus Angst Gewissheit, und die ist weniger furchteinflößend. Entspannungsübungen helfen ebenfalls. Tief einatmen, Luft in Bauch und Brust strömen lassen. Dann die Arme ausschütteln, bis die Hände kribbeln. Um Sicherheit zu gewinnen, solltest du Kontakt zum Publikum suchen. Vielleicht kannst du einen Freund oder Kollegen im Publikum platzieren, der dir zulächelt oder zunickt. Professioneller ist die Methode, Zwischenfragen zu stellen. Der Effekt ist enorm: Je stärker der Kontakt, desto geringer die Panik. Sollte der rote Faden dennoch reißen: Ruhe bewahren. Eine Pause von fünf Sekunden wird als Betonung oder Denkpause gewertet. Solltest du länger brauchen, fasse einfach die bisherigen Ergebnisse zusammen. Vor allem aber solltest du dein Lampenfieber nicht so wichtig nehmen – laut Studien dringt davon allenfalls ein Achtel nach außen.

L wie Leinwand (konnten uns nicht entscheiden, beide L’s sind gute Tipps)

Tablet-PC
Bereite deine technischen Geräte vor!

Die Folien sind nicht der Mittelpunkt der Präsentation, sondern du. Entsprechend sollte die Leinwand, auf der du deine Folien zeigst, nie in der Mitte der Bühne stehen – das ist dein Platz. Die Leinwand ist links oder rechts von dir. Einen schlechten Vortrag können auch die tollsten Folien nicht rausreißen. Umgekehrt können aber schlechte Folien einen guten Vortrag verschlimmern. Gib ihnen also nicht zu viel Raum.

M wie Monitor

Denk daran, vor dem Vortrag deinen Bildschirmschoner zu deaktivieren, sonst könnte es – je nach Motiv – zu peinlichen Momenten kommen. Schalte Skype aus, sonst poppt das Fenster mittendrin auf und deine Freundin fragt dich, wie der Vortrag gelaufen ist (alles schon passiert). Außerdem solltest du ein paar Verlängerungskabel für den VGA-Ausgang mitnehmen. So bist du flexibel, falls du deinen Standort verändern möchtest.

N wie Notizen

So manche Präsentation gerät zur Offenbarung, wenn der Redner seinen Rechner an den Beamer anschließt und alle seinen Desktop sehen können. Du solltest hier also aufräumen, bevor es losgeht. Wenn du während der Präsentation auf deinem Rechner eigene Notizen sehen möchtest, während dein Publikum nur die Folien anschaut, kannst du dir die Bildschirmpräsentation entsprechend einrichten.

O wie Online-Versand

Sobald man Bilder, O-Töne oder gar Videos in eine Präsentation einbaut, geht ihre Größe schnell durch die Decke. Auf dem eigenen Rechner ist das kein Problem – vielleicht aber, wenn man die Datei verschicken will. Eine Möglichkeit ist, die Präsentation in eine PDF-Datei umzuwandeln. Der Nachteil ist, dass die Folien dann nicht mehr bearbeitet und auch nicht als Powerpoint-Präsentation eingesetzt werden können. Die Alternative ist deshalb, die Datei zu komprimieren, beispielsweise mit dem PPTminimizer. Die kostenpflichtige Software, von der man eine kostenlose Testversion herunterladen kann, beinhaltet ein Plugin für Outlook, so dass der Präsentationsanhang beim Versenden automatisch verdichtet wird.

Redaktion: Katja Mayer mit Karrierebibel

Hier geht's zu den anderen Teilen unserer Serie: 
Teil 1: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede 
Teil 2: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede 
​Teil 4: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede
Teil 5: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede


Videotipp: Wunderbares Video zur Körpersprache von einer sehr guten Präsentatorin, die sich allerdings auch ab und an die Haare zurückstreift… (bewusst oder unbewusst?)