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Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede, Teil 2

Katja Mayer 10.07.2012
Wenn denn das mal so einfach wäre mit den „interessanten Einblicken, überraschenden Vergleichen und ungewöhnlichen Fakten“ – richtig gute Präsentationen mit Powerpoint brauchen gute Vorbereitung. Heute geht es um die Gestaltung von Folien, Grafiken, Handouts, Initial & Jux:

F wie Folien

Die Unternehmensberatung Mercer hat ermittelt, dass Menschen sich von einem Vortrag erstens beeindrucken, zweitens unterhalten und drittens inspirieren lassen möchten. Erst an vierter Stelle steht der Wunsch beim Publikum nach Information. Das solltest du im Blick behalten, wenn du deine Folien aufbaust. Beeindrucken kannst du mit Reizwörtern, interessanten Einblicken, überraschenden Vergleichen und ungewöhnlichen Fakten und Nachrichten, die für das Publikum relevant sind. Die Highlights sollten dabei am Anfang und am Ende von Präsentationen stehen – und auch Blickkontakt und Humor helfen, um  einen gelungenen Vortrag zu erstellen.

G wie Grafiken

Ein gutes Vorstellungsvermögen hilft bei dem Erfassen komplexer Zusammenhänge und genau deshalb sind Bilder und Grafiken wichtig! Grafiken stellen dem Publikum komplexe Aspekte anders dar. Allerdings erinnern sich Zuhörer nur selten an eine starre Gestaltung. Der Grund: Sie lösen beim Betrachter keine Emotionen aus. Eine animierte Grafik zur Gestaltung hingegen kann Überzeugungskraft entfalten. Wenn du also einen dramatischen Anstieg darstellen willst, kannst du Balken erstellen, die während deinen Präsentationen wachsen. So prägen sich deine Texte und Inhalte durch Powerpoint viel besser ein. Nimm dir vor gerade bei solch einer spannenden Folie Blickkontakt zu halten, um die Wirkung zu beobachten.

H wie Handout

Damit sich deine Zuhörer noch einmal mit dem Gesagten befassen kann, solltest du ihnen am Ende deines Vortrags ein Handout mit Zahlen, Daten und Tabellen überlassen. Das bedeutet nicht einfach Kopien der Folien zu erstellen, denn wenn du alles richtig gemacht hast, sind diese ohne deine Erläuterungen nutzlos. Hilfreich sind dagegen Checklisten, ergänzende Texte und Links zu weiterführenden Seiten. Der Gestaltung mit der richtigen Wahl der Farben, Texte und Design deines Handouts solltest du ruhig etwas Zeit widmen. Der beste Start kann solche Schwächen zum Schluss leider nicht überdecken.

I wie Initial

Humor lockert Präsentationen auf.
Wie du deine Präsentation startest, entscheidet darüber, ob dir dein Publikum auch weiterhin gespannt zuhört.

Nicht nur Grafiken, Text, Design und Farben, sondern auch Humor lockert auf. Wie du deinen Vortrag halten wirst, entscheidet darüber, ob dir deine Zuhörer auch weiterhin gespannt folgen. Schon mit dem Start der ersten Folie kann sich entscheiden, ob man dir weiter zuhört oder direkt abschaltet und den Blickkontakt meidet. Folgende Hilfen zum Einstieg gestalten den Start erfolgreich:

  • Interaktiv – rege zum Nachdenken an, indem du eine rhetorische Frage vielleicht auch mit etwas Humor stellst: „Wie kann ein Redner dafür sorgen, dass ihm jeder zuhört?“ oder binde es direkt mit ein: „Wer von Euch kauft alle Weihnachtsgeschenke online ein?“
  • Nachrichtlich – beginne mit den Ergebnissen einer gerade veröffentlichten Studie oder den News des Tages: „Sie haben es wahrscheinlich schon gelesen: Konzernchef XY ist zurückgetreten…“
  • Überraschend – baue ein Was-wäre-wenn-Szenario auf: „Wenn nichts passiert, ist Deutschland in fünfzig Jahren unbewohnt.“
  • Provokativ – ein extreme These schafft Reibungsfläche, aber auch Aufmerksamkeit: „Wer nicht netzwerkt, findet keinen Job.“
  • Vergleichend – Geschichten hört jeder gerne, also greife zu Analogien, Parabeln, Gleichnissen: „Vorträge sind wie Stau: Man würde gerne abkürzen, kommt aber nicht raus.“
  • Persönlich – wahre Geschichten hören die Menschen noch lieber. Erzähle deine eigene: „Sie werden nicht glauben, was mir gerade an der Straßenecke passiert ist…“
  • Humorvoll – starte mit einem Witz, der zum Thema passt, aber Vorsicht, das kann nach hinten losgehen, womit wir schon beim letzten Tipp für heute sind:

J wie Jux

Würze deine Präsentation ruhig mit ein bisschen Humor. Beispielsweise könntest du eine Folie erstellen, auf der steht, wie viele Folien es noch bis zur Kaffeepause sind. Im Jahr 1977 fanden die Psychologen Robert M. Kaplan und Gregory C. Pascoe heraus, dass Personen sich eher an den Text einer erheiternden Rede erinnern. Forscher der Universität Michigan wiederum untersuchten 1986 über 1.000 Anzeigen und kamen zu dem Ergebnis, dass man sich in 17 von 100 Fällen häufiger an Texte mit Humor in der Werbung erinnert. Aber bitte nicht übertreiben. Humor ist wie Salz – im Übermaß verdirbt es das Essen.

Redaktion: Katja Mayer mit Karrierebibel

Hier geht's zu den anderen Teilen unserer Serie:
Teil 1: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede 
Teil 3: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede
​Teil 4: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede
Teil 5: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede

Videotipp: Und gleich noch einmal Guy Kawasaki, sehr unterhaltsam sein Seitenhieb auf Microsoft: