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Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede, Teil 1

Katja Mayer 09.07.2012
Heute starten wir unser fünfteiliges Themenspecial rund um Tipps für eine gute Präsentation und Rede. Los geht es mit Aufbau, Blickkontakt, Copyrights, Design und Effekte.
Werde ein überzeugender Redner!
Ein paar Worte zu deiner Person, ein kurzer Hinweis auf das, was folgt – und dann zur Sache kommen.

Weltweit entstehen Schätzungen zufolge rund 30 Millionen Präsentationen – pro Tag! Doch was da mit Hilfe von Powerpoint und ähnlichen Programmen entsteht, ist nicht immer die reine Augenweide. Im Gegenteil: Die Folien sind überfrachtet, die Effekte übertrieben, das Design oft chaotisch, die Schrift zu klein. Wer jedoch das ABC der Präsentation kennt und es befolgt, dem wird das große Powerpoint-Kino gelingen – egal, ob an der Uni oder im Job!

A wie Aufbau

Starte deine Präsentation mit einem Überraschungseffekt. Das kann eine Anekdote sein, eine Pause, ein Lied. Alles ist erlaubt, was unerwartet ist. Anfang und Ende einer Präsentation sind das, was am ehesten im Gedächtnis der Zuhörer bleibt. Die müssen also sitzen. Dazwischen konzentriere dich auf das Wesentliche! Eine gelungene Präsentation ist kurz, logisch aufgebaut und regt zum Mitdenken an. Die Faustregel: Nicht mehr als vier Worte pro Zeile, nicht mehr als sechs Zeilen pro Folie. Wie der Einstieg sollte der Schluss inspirierend sein.  Zusammenfassungen sind hilfreich, aber oft auch trist. Dagegen hilft ein Ausblick, ein spektakuläres Zitat oder vielleicht eine provokante Frage.

B wie Blickkontakt

Halte jederzeit Blickkontakt zu deinem Publikum. Psychologische Studien haben ergeben, dass ein Redner mindestens 90 Prozent seiner Redezeit Augenkontakt zum Publikum halten muss, um überzeugen zu können. Ein Tipp: stets knapp über die Menge hinwegsehen. Ist weniger anstrengend, hat den gleichen Effekt – und den Unterschied merkt kein Mensch!

C wie Copyrights

Für öffentliche Präsentationen muss die Verwendung von Bildern, Filmausschnitten und Audio-Dokumenten autorisiert sein. Andernfalls besteht die Gefahr, Urheber- oder Persönlichkeitsrechte zu verletzen. Das kann sehr teuer werden. Informiere dich vorher!

D wie Design

Folge bei der Gestaltung  deiner Folien dem KISS-Grundsatz: Keep It Straight and Simple. Das gilt vor allem für den Text. Im Idealfall heißt das: eine Botschaft pro Folie. Zu viele Informationen lassen die Kernaussage verschwimmen, im schlimmsten Fall untergehen. Und bitte keine Wiederholung der Botschaft in der Überschrift! Die Folien visualisieren den Vortrag – sie ersetzen ihn nicht! Auf der Folie zu diesem Absatz stünde nur „K I S S“. Den Rest erklärst du mit begleitenden Worten. Aber Achtung: Solche Folien ergeben ohne den Vortrag keinen Sinn und eignen sich daher nicht für ein Memo oder Handout, das du nach der Präsentation an die Zuhörer verteilst. Hier brauchst du dann natürlich eine selbsterklärende Variante.

E wie Effekte

Es ist toll, was Powerpoint und ähnliche Programme an Effekten bieten. Doch die allermeisten sind Schnickschnack und sollten daher nicht verwendet werden. Auch mit Stilmitteln solltest du sparsam sein: höchstens zwei Schrifttypen und möglichst nur eine Farbfamilie. Guy Kawasaki, ein gefragter Redner und Wagnisfinanzierer aus dem Silicon Valley, hat die 10–20–30-Regel für Powerpoint-Vorträge aufgestellt: nie mehr als 10 Folien zeigen, nicht länger als 20 Minuten reden und eine Schriftgröße von nicht weniger als 30-Punkt verwenden. Ist nicht immer durchzuhalten, bietet aber wertvolle Orientierung.

Redaktion: Katja Mayer mit Karrierebibel

Teil 2: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede 
Teil 3: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede
​Teil 4: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede
Teil 5: Das ABC der Präsentation – Die wichtigsten Tipps für eine strahlende Rede

Oder sieh dir unsere Präsentationstipps als Video an:

One more thing - Erfahre mehr über die über die 10-20-30-Regel von Guy Kawasaki: