DE EN

10 schlechte Angewohnheiten

Das solltest du im Job besser nicht tun

Christian Stöckl 29.06.2017
Morgens immer als letzter ins Büro kommen, krank auf der Arbeit erscheinen oder permanent über Kollegen lästern. Jeder hat schlechte Angewohnheiten, doch vor allem am Arbeitsplatz solltest du darauf achten, diese nicht zu zeigen. Wir haben für dich zehn schlechte Angewohnheiten, die du in Zukunft besser vermeidest.
Mann gähnt am Arbeitsplatz
#BusinessKnigge: Das solltest du im Job besser nicht tun

1. Morgens als Letzter ins Büro kommen

Kommst du als Letzter ins Büro, musst du den ganzen Tag dem Büroalltag hinterherlaufen. Kleine Anfragen der Kollegen stauen sich auf und erschlagen dich direkt bei der Begrüßung. Einzeln wären sie kaum der Rede wert gewesen wären. Während du dir deinen ersten Kaffee holst, Mails checkst und deinen Arbeitstag sortierst, ist das ganze Büro schon tief in die Arbeit versunken. Auf keinen Fall solltest du dann auch noch anfangen, den üblichen Morgen-Smalltalk zu starten. Schließlich haben deine Kollegen diesen schon längst hinter sich und wollen lieber produktiv an ihren Aufgaben arbeiten.

2. Sich ständig von Social Media ablenken lassen

Viele Menschen checken heutzutage regelmäßig die News bei Facebook, Instagram, Twitter und Co. Das bringt dich schnell aus deiner Arbeit raus und du verlierst eine Menge Zeit. Auch wenn du die sozialen Medien gerne als Auszeit vom stressigen Arbeitsalltag nutzt, ist es am besten, deine Social-Media-Aktivitäten auf wenige Slots am Tag zu minimieren. Push-Benachrichtigungen deaktivierst du sinnvollerweise während der Arbeitszeit. Dies sollte auch für den unternehmenseigenen Messenger oder Chat gelten. Wer wirklich konzentriert an etwas arbeiten möchte, darf diese – nach Absprache mit den Chefs – auch mal offline stellen.

3. Den ganzen Tag im Sitzen verbringen

Den ganzen Tag am Schreibtisch zu sitzen ist nicht nur schlecht für unseren Rücken, sondern auch für unser Gehirn. Hast du nicht die Möglichkeit, einen Teil des Tages im Stehen zu arbeiten, gehst du am besten zwischendurch mal eine Runde spazieren. Die Bewegung an der frischen Luft gibt dir einen extra Schub Produktivität und entlastet deinen Rücken. Um die starre Haltung auszugleichen, kannst du dir nach Möglichkeit auch alternative Sitzmöbel, wie einen Gymnastikball oder Swopper anschaffen. Hilfreich sind auch kleine Entspannungsübungen zwischendurch.

4. Sich trotz Krankheit nicht krankmelden

Viele glauben mit Krankheiten wie Husten oder Schnupfen noch nicht „krank genug“ zu sein. Doch mit keiner Krankheit ist es sinnvoll, arbeiten zu gehen. Zum einen besteht die Gefahr, dass du deine Krankheit verschleppst und dann richtig lange ausfällst. Zum anderen lässt deine Leistungsfähigkeit in der Regel stark nach, wenn du dich nicht wohl fühlst. Richtig gesund bist du auf jeden Fall produktiver als halb krank. Im schlimmsten Fall steckst du deine Kollegen auch noch an. Darüber würde sich kein Chef freuen. Im Krankheitsfall daheim zu bleiben und dich auszukurieren, ist für alle am besten. Die Übergabe wichtiger Aufgaben per E-Mail oder Telefon ist ebenfalls einfacher, wenn du nicht erst drei Tage mehr oder weniger fit arbeiten gehst und es dich dann richtig erwischt.

5. Über Kollegen oder die Arbeit lästern

Es gibt nichts Peinlicheres, als vom Chef oder anderen Mitarbeitern beim Lästern über die Arbeit oder andere Kollegen erwischt zu werden. Klar musst du manchmal deinen Ärger über dickköpfige Kollegen oder nervige Aufgaben rauslassen. Dies solltest du aber nicht am Arbeitsplatz und schon gar nicht auf anderen öffentlichen Plattformen machen. Auch wenn du mal in den Strudel des Bürotratsches gerätst, solltest du dich souverän zeigen, denn irgendetwas macht immer die Runde. Vor allem persönliche Kränkungen können sich stark auf die weitere Zusammenarbeit auswirken.

6. Ein chaotischer Schreibtisch

Auch wenn angeblich nur Genies das Chaos beherrschen, erzeugt ein unaufgeräumter Schreibtisch keinen guten Eindruck. Selbst für den Fall, dass alle Unterlagen wichtig sind und einen angestammten Platz haben, denken andere eher an unnötiges Zeug oder Krimskrams. Ein aufgeräumter Schreibtisch zeugt von Ordnung und Strukturiertheit.

7. Aus schlechtem Gewissen länger bleiben

Hast du dein Bestes gegeben und bist erschöpft und müde, ist es unnötig, dir ein schlechtes Gewissen zu machen und nur deshalb länger im Büro zu bleiben. Es gibt auch mal Tage, an denen sich deine Leistungsfähigkeit in Grenzen hält und du nicht so viel schaffst. Da ist es eher kontraproduktiv, länger zu bleiben, obwohl du nicht in Topform bist. Sinnvollerweise tankst du deinen Akku zu Hause wieder auf, um fit in den nächsten Tag zu starten.

8. Sich in Meetings nicht zu Wort melden

Es ist keine gute Idee, dich in Meetings vornehm zurückzuhalten, um dir Stress oder weitere Arbeit zu ersparen. Ist dies der Fall, musst du mit den Beschlüssen der anderen leben und kannst dich nicht darüber beschweren. Sollte deine Nichtbeteiligung an mangelnder oder schlechter Vorbereitung liegen, musst du dich in diesem Punkt verbessern, um dich einbringen zu können. Auch wenn deine Vorschläge mal nicht so großen Anklang finden, darfst du dich davon nicht unterkriegen lassen. Eine aktive Beteiligung hilft allen anderen und vor allem dir selbst.

9. Sich nur auf die eigene Arbeit konzentrieren

Mit diesem Punkt sind nicht nur ausgleichende Freizeitaktivitäten nach der Arbeit gemeint, sondern vor allem auch, stets die Ohren und Augen am Arbeitsplatz offen zu halten. Es ist sehr hilfreich zu wissen, wie es der Firma als Ganzes geht und wie deine eigenen Aufgaben in den Gesamtkontext der Unternehmensziele passen. Wenn du über alles Bescheid weißt, wird dies auch deinen Chef freuen.

Zudem ist es nicht gut, wenn du dich von anderen Kollegen abschottest, indem du ständig Kopfhörer trägst oder dich immer mit denselben Leuten zum Mittagessen triffst. Dies kann desinteressiert und abweisend wirken. Tauschst du dich regelmäßig mit anderen Kollegen aus, erfährst du mehr über die Arbeit all deiner Kollegen und weißt, was aktuell in deinem Unternehmen los ist.

10. Regelmäßig Essen bestellen

In vielen Unternehmen ist es üblich, regelmäßig in der Mittagspause beim Lieferservice zu bestellen. Dabei ist das Essen in der Regel meist ungesund, teuer und liegt dazu noch schwer im Magen. Trotz der bequemen Bestellmöglichkeit ist das Essen damit nicht besonders gut für die Mittagspause geeignet. Falls dein Unternehmen keine gute Kantine besitzt, ist es besser, gesundes Essen von Zuhause mitzubringen oder dir vor Ort einen Salat zuzubereiten. Wenn du lieber etwas frisch Gekochtes essen möchtest, nutze die Zeit an die frische Luft zu kommen und dir ein gutes Restaurant um die Ecke zu suchen. Auf keinen Fall solltest du dein Mittagessen direkt am Schreibtisch zu dir nehmen. Die Mittagspause ist wichtig und dafür da, dir eine Auszeit zu nehmen. Auch störst du so nicht deine Kollegen, die vielleicht noch arbeiten.