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Brett vorm Kopf – so löst du Denkblockaden, wenn es mal wieder stressig wird

Tipps für die Prüfungszeit

Katja Mayer 31.05.2013
Plötzlich ist alles weg: Obwohl du dich bestens vorbereitet hast, fällt dir die Antwort auf die Frage des Prüfers nicht ein. Im entstandenen Schweigen wächst die Panik und die Gedanken rotieren: Wenn du jetzt versagst, ist die ganze Studienplanung dahin und schadet deiner Karriere. Dummer Gedanke! Denn so wächst der Druck noch mehr. Prompt fällt dir zur nächsten Frage auch nichts ein. Ergebnis: durchgefallen. Dabei war das Thema eigentlich dein Spezialgebiet ...
Denkblockaden strategisch lösen
Manchmal geht einfach gar nichts mehr.

Zum Glück hat nicht jede Denkblockade so dramatische Folgen. Aber es reicht ja auch schon, wenn du dir das Prüfungswissen partout nicht merken kannst oder dir die passenden Formulierungen fürs Referat nicht einfallen, obwohl die Argumentationslinie eigentlich klar ist: Wenn du blockiert bist, geht in puncto klares Denken gar nichts mehr.

Prophylaxe

Hauptursache für den gefürchteten Blackout ist oft die Denkblockade durch Stress. Dagegen hilft allerdings meist schon gute Vorbereitung:

  • Gründlich informieren: Wenn du weißt, welche Themen in der Prüfung dran kommen und welche inhaltliche Tiefe erwartet wird, hast du eine gute Übersicht und kannst dich entsprechend vorbereiten.
  • Rechtzeitig beginnen: Gutes Zeitmanagement hilft bei der Vorbereitung. Wenn du deinen Plan einhältst, schaffst du dein Pensum und behältst die Übersicht beim Lernen.
  • Stoff einteilen: Wenn du den Lernstoff in kleine Häppchen aufteilst und portionsweise lernst, kann dein Gehirn ihn besser verarbeiten. Jede geschaffte Portion ist außerdem ein Erfolgserlebnis.
  • Dran bleiben: Teile dir deine Zeit so ein, dass du jeden Tag an deinem Pensum arbeiten kannst. So musst du nicht ständig Dinge wiederholen, weil es zu lange her ist, dass du sie gelesen hast.
  • Pausieren: Nach spätestens 90 Minuten solltest du eine Viertelstunde Pause machen, nach maximal drei Einheiten mindestens eine Stunde. In der Zeit bitte etwas völlig anderes, entspannendes oder lustiges machen, zum Beispiel etwas Sport (das hilft dazu noch deiner Gesundheit). Anschließend ist dein Gehirn wieder aufnahmefähig und kann Neues lernen.
  • Ausreichend schlafen: Im Schlaf verarbeitet das Gehirn die Eindrücke des Tages. Zu wenig Schlaf verhindert, dass sich das Gelernte verfestigen kann. Schlimmer noch: Mit steigendem Schlafmangel sinkt die Aufnahmefähigkeit im Gehirn.
  • Angst akzeptieren: Lampenfieber vor Prüfungen ist normal. Mentaltraining hilft gegen Angst – sofern du sie akzeptierst. Falls du das nicht allein schaffst, solltest du dir Hilfe holen.
  • Situation trainieren: Vertraute Situationen lösen keine Angst aus. Folglich hilft gegen Prüfungsangst, die gefürchtete Situation zu trainieren, was „was-wäre-wenn-Gedanken“ dezimiert. Jede Probeklausur bringt dich dem Erfolg näher.
  • Realistisch bleiben: Perfekte Vorbereitung ist nicht möglich. Du kannst niemals alles lernen und auf alle Themen sämtliche Antworten kennen. Wenn du eine Prüfungsfrage mal nicht beantworten kannst, solltest du daran denken, dass schlimmstenfalls die Note etwas schlechter wird. Das Leben geht weiter.

Gegenmaßnahmen: Gut überlegen, Problem identifizieren, Lösung entwickeln

Wie kannst du eine Denkblockade lösen? Auch die beste Vorbereitung hilft nicht immer gegen Denkblockaden. Manche entstehen auch ganz überraschend – und meist dann, wenn du sie am wenigsten gebrauchen kannst. Wenn dich die Panik etwa beim Schreiben eines Referats oder einer Hausarbeit überfällt, hilft allerdings häufig schon:

  • Innehalten: Sobald Angst aufsteigt, hilft, laut „Stopp!“ zu sagen. Klingt esoterisch, funktioniert aber – vor allem, wenn du dir bewusst machst, dass du schon viel schwierigere Situationen gemeistert hast.
  • Problem analysieren: Lehne dich zurück, wenn dir die Dinge über den Kopf zu wachsen drohen. Analysiere, wo genau du Schwierigkeiten hast und verschaffe dir eine realistische Übersicht: Glaubst du gerade nur, die Aufgabe nicht zu schaffen – oder ist tatsächlich zu wenig Zeit?
  • Lösung entwickeln: Wenn du nur glaubst, dass die Zeit nicht reicht, hilft allein schon das Bewusstmachen, dass das nicht stimmt. Falls die Zeit tatsächlich nicht reicht, musst du die Konsequenzen daraus ziehen – und zum Beispiel die Abgabefrist verlängern lassen.

Schwierig wird es, wenn dich die Denkblockade ausgerechnet während der Prüfung überfällt und dir die Antworten nicht einfallen wollen. Schwierig, aber nicht unmöglich:

  • Blackout zugeben: Sag deinem Prüfer, dass du gerade blockiert bist und nicht klar denken kannst. Wenn er weiß, dass du nicht weiter kommst, kann er dir vielleicht helfen – zum Beispiel mit einer anderen Frage. Die meisten Prüfer sind keine bösartigen Menschen. Sie können aber auch keine Gedanken lesen und wissen nicht automatisch von deiner Denkblockade, wenn du sie nicht aussprichst. Eher denken Sie, du weißt es nicht oder hast nicht gelernt.
  • Tief durchatmen: Bleibt die Panik immer noch, entschuldige dich kurz und atme langsam und tief ein – bis hinunter in den Bauch. Anschließend atmest du ebenso langsam wieder aus. Das machst du ein paar Mal. Danach haben die meisten ihren Stress im Griff.

In schriftlichen Prüfungen wiederum solltest du in Ruhe zuerst alle Fragen durchlesen und mit denen beginnen, deren Lösung dir leicht fällt. So schwindet mit jeder gelösten Aufgabe der Druck und die Sicherheit wächst wegen der Erfolgserlebnisse. Denkblockaden sind übrigens etwas völlig normales. Jeder kennt sie. Deshalb kein Grund zur Panik vor der Panik!

Kennst du solche Situationen? Dann solltest du dir unseren Buchtipp zum Thema „Prüfungsangst“ anschauen.

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