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Bewerbung für ein Stipendium: Diese 6 Fehler solltest du in deinem Lebenslauf vermeiden

Korbinian Breu 11.08.2015
Bist du gerade noch im Prüfungsstress, planst aber danach schon die nächste Bewerbungen für ein Stipendium? Im Herbst beginnen wieder die Bewerbungsphasen für viele Stipendien.
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Finanzielle Sicherheit durch ein Stipendium erleichtert das Studium enorm.

Wie deine Bewerbung für eine finanzielle Förderung gelingt, zeigt dir careerloft-Mitglied Korbinian Breu auf stipendiumbewerbung.de. In seinem Gastbeitrag erfährst du schon mal, welche Fehler du in deinem tabellarischen Lebenslauf für ein Stipendium unbedingt vermeiden solltest.

Fehler #1: Du hast die falschen Kategorien verwendet

Manche Bewerber vermischen beispielsweise den Punkt „Ausbildung” mit ihren praktischen Tätigkeiten oder schreiben ihre Hobbys in die Engagements. Das wirkt unprofessionell und ist schwer zu lesen. Achte darauf, dass alle Stationen deines Lebenslaufs in die folgenden Kategorien sortiert sind:

Korbinian Breu
careerloft-Mitglied Korbinian Breu
  1. Ausbildung
  2. Praktische Erfahrung
  3. Engagement
  4. Stipendien und Auszeichnungen
  5. Qualifikationen (Hobbys & Sprachkenntnisse)

Fehler #2: Du gibst deine Engagements nicht an

Für fast alle Stipendien sind deine Engagements ein wichtiges Entscheidungskriterium. Häufig sind es gerade deine Engagements, die dir die entscheidenden Punkte für eine Einladung zum Auswahltag bringen. Aber: Viele Bewerber vergessen, die Engagements im Lebenslauf anzugeben. Falls diese fehlen, verlierst du oft die Punkte einer kompletten Kategorie. Gib deshalb deine Engagements im Lebenslauf unbedingt an. Häufig ist es Bewerbern nicht klar, was ein Engagement von einem Hobby unterscheidet. Es ist so: Alles, was du in deiner Freizeit für andere tust, ist ein Engagement. Alles, was du für dich selbst machst, ist ein Hobby. Ein konkretes Beispiel: Spielst du etwa Fußball, ist das ein Hobby. Übernimmst du eine Rolle im Verein, zum Beispiel als Trainer für die Jugendmannschaft, dann ist das ein Engagement.

Fehler #3: Du hast die Stationen falsch sortiert

In jeder Kategorie sollten die einzelnen Stationen in chronologisch absteigender Reihenfolge stehen. Die neuesten Stationen stehen also in jeder Kategorie oben.

Fehler #4: Dein Lebenslauf ist zu kurz oder zu lang

Die meisten Lebensläufe sind zu kurz oder zu lang. Mehr als eine Seite ist zu lang, denn dann muss der Leser blättern oder scrollen. Wähle also nur die wichtigsten Punkte aus und lasse den Rest konsequent weg. Die eine Seite sollte aber voll sein, sonst könnte es so wirken, als hättest du noch nicht genug gemacht.

Fehler #5: Du vergisst die Tätigkeitsbeschreibung

Die Angabe „Praktikum bei Unternehmen xy” reicht nicht aus. Falls du deine Praktika, Werkstudententätigkeiten etc. nicht genau beschreibst, kann man sich kein umfassendes Bild deiner Tätigkeiten und erworbenen Kenntnisse machen. Fehlt die Tätigkeitsbeschreibung, ist unklar, ob du bei deinem Praktikum nur Kaffee gekocht oder an wichtigen Fragestellungen gearbeitet hast.

Fehler #6: Du gibst deine Noten nicht an

Ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium sind deine Noten. Sind sie im tabellarischen Lebenslauf nicht angegeben, muss der Juror erst danach suchen. Ich empfehle, zusätzlich zu den Noten dein aktuelles Ranking in deinem Jahrgang anzugeben. Mache es der Auswahlkommission so einfach wie möglich, sich für dich zu entscheiden.

Sieh dir vor dem Absenden deiner Bewerbung deinen Lebenslauf unbedingt noch einmal durch und prüfe, ob du keinen dieser Fehler gemacht hast!

Über den Autor
careerloft-Fördermitglied Korbinian Breu war während seines Studiums Stipendiat bei einigen Stipendienprogrammen und unterstützt jetzt Studierende auf stipendiumbewerbung.de bei ihrer Bewerbung für ein Stipendium. 

Viel Glück!