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Berlin, einfach „bonfortionös“

Nach knapp vier Monaten ist es soweit. Ein Resümee muss her. Was hat unsere Hauptstadt zu bieten und lohnt es sich überhaupt, hier zu bleiben? 
Loftikantin Karo entdeckt Berlin
Loftikantin Karo entdeckt Berlin

Zugegeben, ich wurde vorgewarnt: Berlin kann grau sein, vor allem im Winter. Seeed hatten wohl recht: „Im Sommer tust du gut und im Winter tut's weh!“ Ich kann kaum widersprechen, denn im Winter ist es hier grauer als sonst, dunkler als sonst und dreckig ist es sowieso. Und trotzdem – oder gerade deswegen – ist Berlin kaum vergleichbar mit anderen deutschen Städten. Die Stadt hat ihr ganz eigenes Flair, ihren ganz eigenen Rhythmus. Hier läuft nicht alles nach Plan und nichts scheint perfekt sein zu müssen. Aber genau das ist es wohl, was mich an der Metropole besonders reizt. Nach ein paar Monaten Berlin haben ich meine ganz persönlichen Top 5, die die Stadt für mich einfach liebenswert machen:

1. BURGER

Burgerladen in Berlin
Burger bekommt man in Berlin in allen Variationen.

Wer glaubt, Hamburg sei die Stadt der Hamburger, hat sich getäuscht. Nein, denn wer Burger mag, wird Berlin lieben. Die kriegt man hier an jeder Ecke und in allen Variationen, ob Fleischfresser, Vegetarier oder gar Veganer. Alle Gelüste werden bedient – und das zu jeder Uhrzeit! Man munkelt, es sei auch schon vorgekommen, dass Loftis nach einer Party den wohlverdienten Nachtburger zu sich nehmen wollten, nur um im Burgerladen um die Ecke bis 8 Uhr morgens exzessiv zu „Cotton Eye Joe“ zu tanzen ...

2. DER SPÄTI

Spätkauf 36 in Berlin
Der Späti ist eine Instituion.

Kioske, die bis nachts auf haben, gibt es wohl überall. Der Späti ist aber nicht einfach irgendein Kiosk, er ist eine Institution.  Er gehört zum Stadtbild dazu, hat nahezu 24 Stunden, 7 Tage die Woche auf und stattet den Berliner mit den grundlegenden Nahrungsmitteln aus. Mate zählt hier eindeutig als Grundnahrungsmittel!
 

3. FOTOAUTOMATEN

Fotowand im Loft
Es lebe der Fotoautomat!!!

Kaum jemand verlässt Berlin ohne nicht zumindest einmal einen Fotoautomaten betreten zu haben. Beinahe an jeder Ecke laden sie uns ein, Fotos zu schießen, den Moment festzuhalten, um sich auch in Zukunft immer wieder an abgefahrene Leute, verrückte Ereignisse oder bis in den Morgengrauen durchzechte Nächte zu erinnern. Unsere Lofti-Küche ist übrigens gespickt mit solchen auf Fotopapier verewigten Momenten. Es lebe der Fotoautomat!!!
 

4. STREETFOOD

Dem Backpacker dürfte das Streetfood wohl bekannt sein. Es ermöglicht dem Reisenden, auch die kulinarische Kultur eines Landes kennenzulernen. Wer gerade keine Zeit hat, um mit dem Rucksack durch Asien zu ziehen, ist in Berlin genau richtig: Denn hier verwöhnt das Streetfood unseren Gaumen und lässt für wenig Geld zumindest geschmacklich die Reise in andere Länder zu.
 

5. VIELFALT

Zugegeben, es kann durchaus mal nerven, wenn man zum fünften Friseursalon in Folge geht und immer auf Englisch angesprochen wird. Schließlich sind wir in Deutschland. Andererseits macht genau das Berlin einfach aus. Langeweile und Monotonie gibt es hier nicht. Berlin ist Multikulti. Hier leben die unterschiedlichsten Menschen mit den spannendsten Lebensgeschichten. Ob musikalisch, kulinarisch, kulturell – es ist für jeden was dabei. Und auch nach ein paar Monaten kann ich nicht ansatzweise behaupten, dass ich die Stadt kenne. Jeden Tag erwartet mich hier etwas Neues.

Eure Karo