DE EN

Arbeitsumfeld – Gestaltungstipps fürs Büro

Katja Mayer 31.08.2012
Es ist fast schon ein Gemeinplatz: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver. Das wurde in zig Studien nachgewiesen und wahrscheinlich kannst du es aus eigener Erfahrung bestätigen. Ganz entscheidend für die Arbeitszufriedenheit ist ein stimmiges Arbeitsumfeld – und die Chance, es den eigenen Bedürfnissen entsprechend gestalten zu können.
Bürogestaltung für Anfänger
Pflanzen, Bilder und weitere Deko-Artikel warten auf ihren neuen Platz.

Schlechte Arbeitsbedingungen hingegen senken nicht nur die Arbeitsproduktivität, sie machen auf Dauer auch krank – das ist ebenfalls empirisch überprüft. Allein schon aus Rücksicht auf deine Gesundheit solltest du also Zeit, Energie und vielleicht auch Geld in die Optimierung deiner Arbeitsbedingungen und des Arbeitsumfeldes investieren.

Spielräume nutzen

Zugegeben: Natürlich sind die Gestaltungsmöglichkeiten ungleich verteilt: Wenn du mit zehn anderen im Großraumbüro sitzt, hast du wesentlich geringeren Einfluss auf dein Arbeitsumfeld, als wenn du dir zu Hause ein Home Office einrichten kannst. Aber auch im Unternehmen bleiben ein paar Spielräume bei der Arbeitsplatzgestaltung. Da wir selbst diese Woche umgezogen sind, haben wir uns dazu so einige Gedanken gemacht.

Wenig Spiel-Raum: Das Großraumbüro

Im Großraumbüro mit zehn oder mehr Arbeitsplätzen hast du nur ganz wenige Möglichkeiten, deinen Arbeitsplatz individuell zu gestalten. Das gilt erst recht, wenn die Tische in einer Callcenter-Anordnung stehen – also vier Ecktische mit den Längsseiten aneinander als Kreuz zusammengerückt. Schlimmer, wenn die Plätze nicht mal durch Trennwände separiert sind – da bleibt nur die Schreibtisch-Schublade als Aufbewahrungsort für Accessoires und die Option, aus ein paar Büchern, Bildschirmen und Aktenordnern provisorische Trennwände zu bauen. So kommt zumindest etwas Privatsphäregefühl auf.

Wenn dir hingegen ein eigener Schreibtisch samt Arbeits-Platz im Wortsinn zur Verfügung stehen, ist deutlich mehr Fläche für dein Arbeitsumfeld und seine individuelle Gestaltung vorhanden. Fraglich ist allerdings, ob sie auch genutzt werden darf.

Insbesondere bei Publikumsverkehr im Büro ist auf den Schreibtischen fast schon Sterilität angesagt – alles, was nicht nach Arbeit aussieht, ist irgendwie suspekt. Da sind es dann die kleinen Dinge, die zu mehr Individualität führen: ein Sticker am Monitor, ein Souvenir neben der Ablage oder Ähnliches.

Am Besten orientierst du dich bei der Gestaltung deines Arbeitsplatzes an den Schreibtischen deiner Kollegen, dann siehst du, wie viel Dekoration möglich ist. Wenn du deine eigene hinzufügst, sei bitte vorsichtig mit geschmacklichen Extravaganzen – schließlich müssen die Kollegen deine Schreibtischzier ebenso ertragen wie du die ihrige.

Professionelle Wohngemeinschaft: Das Mehrplatzbüro

Teilst du den Raum nur mit einem oder zwei Kollegen, sind die Gestaltungsoptionen deutlich besser: Neben meist größeren Schreibtischen stehen hier Regale und Sideboards für Accessoires und Deko-Gegenstände bereit. Außerdem kannst du die Wände mit Bildern schmücken und die Fensterbank bietet Platz für Zierpflanzen.

Gerade wenn du neu in ein Büro einziehst, solltest du unbedingt die Vorlieben der Kollegen respektieren, die bereits länger dort arbeiten. Schließlich sind die Geschmäcker verschieden und gerade als Neuling solltest du nicht gleich durch extravaganten Zierrat aus der Rolle fallen. Besser, du fragst nach, bevor du mit der Verschönerung des Raums beginnst.

Selbst bei Kollegen, die überhaupt keine Raumveränderung akzeptieren, bleibt noch Platz für den Comic-Strip am Monitor – den nur du siehst – und die eine oder andere Trophäe auf der Tischplatte. Meist reicht das aber auch schon fürs Wohlbefinden am Arbeitsplatz.

Die gute Stube: Das Einzelbüro

Im eigenen Büro hast du deutlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten – solange du dabei berücksichtigst, dass du einen Arbeitsraum ausstattest. Das gilt vor allem dann, wenn du Kundenkontakt hast. Heißt: Auch wenn die großen Wände endlich genug Platz für deine beeindruckende Postersammlung böten und vorm Fenster viel Platz für Zierpflanzen ist, gilt für Bürodeko grundsätzlich: weniger ist mehr.

Auf der sicheren Seite bist du, wenn du dich an den Büros deiner Kollegen orientierst. Achte beim Gestalten bitte ebenfalls darauf, dass du dir nicht neue Arbeit aufhalst – wie beispielsweise bei der Pflege deiner zahlreichen Zierpflanzen.

Voller Arbeit-Platz: Das Home Office

Prinzipiell musst du bei der Gestaltung deines Heimbüros keine Rücksicht nehmen – außer vielleicht auf deine Mitbewohner. Dann aber kannst du den Arbeitsplatz so ausstatten, dass du dich richtig wohl fühlst: Wandfarbe, Möblierung, Ausstattung – hier sind alle Wünsche erfüllbar, solange das Portemonnaie mitspielt.

Denn die Kosten für die Ausstattung sind normalerweise dein Tribut fürs Privileg, nicht in die Firma fahren zu müssen. Dabei gehen schon mal schnell mehrere hundert Euro drauf. Solange deine finanziellen Mittel beschränkt sind, solltest du dich besser bei Gebrauchtmöbelhändlern umsehen. Oder beim zuständigen Amtsgericht nachfragen, wann das nächste Mal die Ausstattung eines insolventen Unternehmens versteigert wird. Dabei kommt man sehr günstig an gute Ausstattungen.

Die beste Devise: Geduld haben – schließlich ist ein Home Office kein abgeschlossenes Projekt.

Lesetipp: Wer der Harmonielehre etwas abgewinnen kann, kann sich hier im eBook Tipps holen zur Möblierung, Klima & Licht sowie Pflanzen: Feng-Shui im Business von Leila Messner.