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Arbeitsumfeld – Gestaltungstipps fürs Büro

Katja Mayer 12.01.2017
Unternehmen wissen um den Vorteil gut gestalteter Arbeitsplätze, denn: Zufriedene Mitarbeiter sind produktiver. Das wurde in vielen Studien nachgewiesen und wahrscheinlich kannst du es aus eigener Erfahrung bestätigen. Ganz entscheidend für die Arbeitszufriedenheit ist ein stimmiges Arbeitsumfeld – und die Chance, den Arbeitsplatz den eigenen Bedürfnissen entsprechend gestalten zu können.
#JobEinstieg: Bürogestaltung

Schlechte Bedingungen hingegen bringen nicht nur Nachteile für die Qualität der Arbeit, sie machen auf Dauer auch krank – das ist ebenfalls empirisch überprüft. Allein schon aus Rücksicht auf deine Gesundheit solltest du also Zeit, Energie und vielleicht auch Geld investieren und dein Büro so einrichten wie du es möchtest: Funktional, modern, gemütlich –  wie sollte dein Arbeitsplatz im Unternehmen oder zuhause sein?

Zu viele Mitarbeiter? Nutze Spielräume im Büro

Zugegeben: Die Gestaltungsmöglichkeiten sind ungleich verteilt: Wenn du mit zehn Kollegen im Großraumbüro sitzt, hast du Nachteile bei der Gestaltung deines Arbeitsumfeldes im Gegensatz zu einem Home Office. Doch Büros in Unternehmen bringen nur nicht Nachteile. Daher haben wir ein paar Tipps für dich und deinen Arbeitsplatz gesammelt. Damit dich die Schlagwörter Office, Arbeit und Großraumbüros nicht abschrecken.

1. Wenig Spiel-Raum: Großraumbüros

In Großraumbüros für zehn oder mehr Mitarbeiter hast du nur wenige Möglichkeiten, deinen Arbeitsplatz individuell zu gestalten. Das gilt erst recht, wenn die Tische im Büro in einer Callcenter-Anordnung stehen – also vier Ecktische mit den Längsseiten aneinander als Kreuz zusammengerückt. Schlimmer noch, wenn Schreibtische in Großraumbüros nicht mal durch Trennwände separiert werden – da bleibt nur die Schreibtisch-Schublade als Aufbewahrungsort für Accessoires. Um deinen Arbeitsplatz zu verbessern, kannst du auch in Großraumbüros versuchen aus ein paar Büchern, Bildschirmen und Aktenordnern provisorische Trennwände zu bauen.

Hast du einen Arbeitsplatz mit eigenem Schreibtisch, bringt das einige Vorteile mit sich. Du hast deutlich mehr Fläche für deine Arbeit und kannst sie individuell verschönern. Doch leider kann es auch hier einschränkende Nachteile geben: Insbesondere bei Publikumsverkehr ist in Großraumbüros auf Schreibtischen fast schon Sterilität angesagt – alles, was nicht nach Arbeit aussieht, bringt Nachteile in professioneller Kommunikation mit Kunden im Unternehmen. Da sind es kleine Artikel, die dir Individualität bringen: Eine kleine Pflanze, ein Souvenir neben der Ablage oder Ähnliches.

Solltest du unsicher sein, wie viel Dekoration in Großraumbüros erlaubt ist, bieten dir die Schreibtische deiner Kollegen eine gute Orientierung. Bevor du wild mit der Gestaltung beginnst, solltest du daran denken, dass zu viele Artikel am Arbeitsplatz sich auf das Arbeitsklima unter den Mitarbeiter auswirken könnten: Du willst ja nicht wegen deiner Deko im Büro belächelt werden oder?

2. Die Vorteile eines Mehrplatzbüros

Teilst du den Raum nur mit einem oder zwei Kollegen, kannst du euer gemeinsames Office deutlich freier einrichten: Neben meist größeren Arbeitsplätzen stehen hier Regale und Sideboards für Accessoires und Dekoartikel bereit. Außerdem kannst du die Wände mit Bildern schmücken und die Fensterbank mit Zierpflanzen ausstatten.

Gerade wenn du neu in ein Büro im Unternehmen einziehst, solltest du unbedingt die Vorlieben anderer Mitarbeiter respektieren, die bereits länger dort arbeiten. Geschmäcker sind verschieden und gerade als Neuling des Büros solltest du nicht gleich durch extravaganten und zu modernen Zierrat aus der Rolle fallen. Besser, du fragst nach, bevor du eigenmächtig mit der Verschönerung des Raums beginnst, sonst hat der gute Draht zu den Kollegen schnell ein Ende.

Du hast Kollegen, die überhaupt keine Raumveränderung akzeptieren? Das ist zwar ein Nachteil, doch du kannst dir trotzdem etwas Wohlbefinden ins Unternehmen zaubern. Hol dir Einrichtungskataloge mit Tipps, durchstöbere Blogs im Internet und schon wirst du Anregungen für deinen Arbeitsplatz finden. Das muss ja nicht bedeuten, andere Mitarbeiter zu stören.

3. Der Traum aller Mitarbeiter: Das eigene Büro

Ein eigenes Büro heißt für viele, nicht nur ohne andere Mitarbeiter zu arbeiten, sondern auch mehr Freiheit in der Raumgestaltung. Doch Vorsicht: Es handelt sich noch immer um ein Büro, nicht um dein Wohnzimmer. Das gilt es vor allem bei dem Thema Kundenkontakt im Unternehmen zu beachten. Konkret bedeutet das: Auch wenn die großen Wände genug Platz für deine moderne Postersammlung bieten und vorm Fenster Platz für Zierpflanzen ist, gilt für die Dekoration im Büro grundsätzlich: weniger ist mehr. Kein Kunde will für die Geschäfte in dein persönliches Wohnzimmer kommen. Als Orientierung kannst du dir auch die Arbeitsplätze anderer Mitarbeiter im Unternehmen ansehen.

4. Das Home Office: Dein Arbeitsplatz zuhause

Bürogestaltung für Anfänger
Pflanzen, Bilder und weitere Deko-Artikel warten auf ihren neuen Platz.

Prinzipiell musst du bei der Gestaltung deines Büros zuhause keine Rücksicht nehmen – außer eventuell auf deine Mitbewohner. Generell kannst du solche Schreibtische ganz anders als in Großraumbüros ausstatten und nutzen. Wandfarbe, Möblierung, Ausstattung – hier sind deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt.

Die Kosten für die Ausstattung sind normalerweise dein Tribut für das Privileg, nicht in das Unternehmen fahren zu müssen. Das können auch mal mehrere hundert Euro sein. Deine finanziellen Mittel sind beschränkt? Nutze die preislichen Vorteile gebrauchter Möbel vom Flohmärkten, aus Kleinanzeigen oder bau dir mit Do-it-yourself-Kreationen genau das, was du brauchst. Du kannst auch beim zuständigen Amtsgericht nachfragen, wann das nächste Mal die Ausstattung eines insolventen Unternehmens versteigert wird.

Die beste Devise für die Dekoration deines Home Office: Geduld haben – Arbeitsplätze zuhause sind kein abgeschlossenes Projekt.

Lesetipp: Wer der Harmonielehre etwas abgewinnen kann, kann sich hier im eBook Tipps holen zur Möblierung, Klima & Licht sowie Pflanzen: Feng-Shui im Business von Leila Messner.