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Arbeiten im Ausland

Viktoria Lindl 16.05.2017
Du suchst nach einer neuen Herausforderung und möchtest einen Job im Ausland finden? Hier bekommst du wichtige Informationen für das Leben und Arbeiten im Ausland.
Menschen arbeiten gemeinsam im Ausland
Arbeitsalltag im Ausland

Gute Organisation ist die halbe Bewerbung

Viele Studierende und Berufsanfänger wollen im Ausland arbeiten. Ein Job im Ausland ist nicht nur gut für die weitere Karriere, er bietet dir auch die Chance, eine neue Kultur kennenzulernen und deine Sprachkenntnisse zu verbessern. Perfekt wäre es, wenn du deine Suche im Ausland ganz nach deinen Wünschen und deiner momentanen Lebenssituation ausrichten kannst. Das kann für Berufseinsteiger bereits ein fester Job bei einem Unternehmen sein, für Studenten ein Ferienjob, ein Praktikum, ein Freiwilligendienst oder Work & Travel. Grundsätzlich stehen dir viele Wege ins Ausland offen.

Im Vorfeld gilt es, viele Informationen zu sammeln, um die richtige Entscheidung treffen zu können. Möchtest du zum Beispiel lieber weltweit oder auf Europa begrenzt einen Job suchen? Direkt hinter der deutschen Grenze liegen beliebte Zielländer: Bei vielen Studierenden und Berufseinsteigern ist zum Beispiel die Schweiz für ihre Jobs sehr gefragt. Dort ist das Leben zwar vergleichsweise teuer, doch die Lebensqualität in der Schweiz ist hoch und der gute Ruf der Arbeitgeber schlägt sich oft im täglichen Leben nieder. Dies wirkt sich positiv auf deine Karriere aus. Ob und wo du im Ausland Jobs findest, hängt natürlich maßgeblich von der Nachfrage ab. In Skandinavien etwa sind deutsche Handwerksberufe sehr beliebt, während in Österreich ein Job im Bereich Tourismus wahrscheinlicher ist. Abgesehen davon sind Sprachkenntnisse, Visabestimmungen und die Branche, in der du tätig bist, ausschlaggebend für deine Chancen und die Suche.

Wie finde ich einen Job im Ausland?

Für einen ersten Überblick über den Arbeitsmarkt im Ausland empfiehlt sich, online in Jobbörsen zu suchen. Hast du Freunde, die im Ausland leben oder gelebt haben, bietet es sich an, auch sie um Hilfe bei deiner Jobsuche zu bitten. Wenn du in einem größeren Unternehmen arbeitest, solltest du dich auch bei deinem Arbeitgeber erkundigen: Bietet er vielleicht die Möglichkeit an, im Ausland zu arbeiten? Vielleicht hat er auch Kontakte vor Ort und du bekommst auf diesem Weg die Möglichkeit, im Ausland zu jobben. Auch die Partnerunternehmen von careerloft bieten Talenten die Möglichkeit, die berufliche Welt jenseits der Landesgrenzen zu entdecken – in Praktika, Traineestellen oder Jobs für Direkteinsteiger.

Solltest du noch studieren, steht dir die Auslandberatungsstelle deiner Universität zur Seite. Eine gute Anlaufstelle für Jobs im Ausland sind zudem die ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) der Bundesagentur für Arbeit und EURES, das Portal der Europäischen Union zur beruflichen Mobilität. Dort findest du Jobs und Rat zu Fragen rund um das Thema Leben und Arbeiten im Ausland. Du solltest zudem beachten, dass je nach Land unterschiedliche Benimmregeln und Umgangsformen herrschen. Um im neuen Job auch in dieser Hinsicht eine gute Figur zu machen, schau dir einfach unseren Business-Knigge fürs Ausland an.

Solltest du dich für einen Job in der Europäischen Union entscheiden, ist eine Bewerbung  vergleichsweise unkompliziert. In der EU gibt es die Freizügigkeitsregelung. Sie erlaubt es dir als deutschem Bürger, in jedem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union zu arbeiten. Außerdem hast du dadurch das Recht, im Ausland wie ein einheimischer Bürger behandelt zu werden und Anspruch auf die Unterstützung von Behörden.

Möchtest du etwas Abstand vom Studium in Deutschland gewinnen und dabei Geld verdienen, bietet sich natürlich ein Sommerjob an. In diesem Feld gibt es unzählige Jobs, etwa als Reiseleiter, Animateur oder in der Kinderbetreuung. Alternativ kannst du dich für ein Praktikum oder einen Job als Au-Pair im Ausland bewerben. In vielen Ländern kannst du zudem Work&Travel machen. Wenn es vor Ort gut klappt, solltest du auf diesem Weg deine Kosten möglichst decken.

Welche finanzielle Unterstützung gibt es für das Leben im Ausland?

Sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische Union helfen dir, im Ausland zu arbeiten. Die deutsche Regierung zahlt je nach Alter und Einkommen auch im Ausland Kindergeld oder Auslands-Bafög. Innerhalb von Europa gibt es zudem Stipendien wie Leonardo da Vinci - einem Programm zur Berufsbildung. Weitere Informationen bekommst du bei den jeweiligen Ämtern, im Internet oder bei Beratungsstellen an der Universität.

Junge Leute mit Stadtplan in London
Im Ausland lässt sich viel Neues entdecken

Was brauche ich für meinen Auslandsaufenthalt?

Wenn du bei der Jobsuche erfolgreich warst, besteht der nächste Schritt darin, den Job und das Leben im Ausland systematisch zu planen. Was ist für die Reise besonders wichtig? Ein Überblick:  

Visum: Je nach Land benötigst du ein Visum, um dort einreisen und arbeiten zu dürfen. Für die Beantragung des Visums und für deine Einreise ist ein gültiger Reisepass die Grundvoraussetzung.

Krankenversicherung: Ist selbstverständlich auch im Ausland ein Muss. Erkundige dich, wie das Sozialversicherungssystem in dem Land deiner Wahl aufgebaut ist. Am Besten lässt du dich vor deiner Reise noch einmal gründlich von deinem Haus- und Zahnarzt durchchecken, um sicherzugehen, dass du fit genug für die Reise bist. Für viele Länder brauchst du bestimmte Impfungen, die du bei deinem Hausarzt bekommen kannst. Um gut abgesichert zu sein, darfst du deine Versichertenkarte(n) auf keinen Fall vergessen.

Haftpflicht- und Unfallversicherung: Auch diese Versicherungen gehören unbedingt ins Gepäck. Im Falle eines Verkehrsschadens wird die Abwicklung in vielen Ländern durch die grüne Versicherungskarte vereinfacht.

Verträge kündigen: Falls du nicht mehr bei deinen Eltern wohnst, solltest du darauf achten,  deine Wohnung oder dein WG-Zimmer rechtzeitig in der vorgegebenen Frist zu kündigen. Besonders für kürzere Zeiträume und angesichts von Wohnungsknappheit empfiehlt es sich alternativ, vorübergehend einen Zwischenmieter suchen. Denke gegebenenfalls auch an weitere Verträge, die du kündigen musst. Zum Beispiel für Strom, Gas, Wasser, das Telefon, Internet und dein Handy. Nicht vergessen solltest du Mitgliedsverträge von Fitnessstudios oder Abonnements.    

Führerschein: Wenn du außerhalb der europäischen Union Auto fahren willst, beachte, dass in vielen Ländern ein internationaler Führerschein erforderlich ist.

Studentenausweis: Falls du noch den Studentenstatus besitzt, ist es sinnvoll, einen internationalen Studentenausweis (ISIC) zu beantragen, um auch im Ausland von vielen Ermäßigungen profitieren zu können.

Kreditkarte/Bankkonto: Um einfach zu bezahlen und Geld abzuheben, ist der Besitz einer Kreditkarte sehr hilfreich. Weiter ist es erforderlich, ein Auslandskonto zu eröffnen. Dies kannst du aber auch erst vor Ort erledigen.

Bewerbungsmappen: Falls du dich für einen Work & Travel-Aufenthalt entschieden hast, bereitest du am besten einige übersetzte Bewerbungsmappen vor, um vor Ort auf Jobsuche gehen zu können.

Kontaktliste: Für den Fall der Fälle solltest du dir eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern (Bank, Versicherungen etc.) anfertigen. Zudem ist es sinnvoll, Kopien von wichtigen Dokumenten wie Reisepass, Impfausweis oder Bankkarten dabei zu haben.

Pack- und Checkliste: Klamotten, Medikamente, Reiseführer, persönliche Dinge – natürlich gibt es noch viel mehr, was du ins Ausland mitnehmen musst. Lege dir rechtzeitig eine Packliste an und notiere alle Dinge, die du noch erledigen musst und mitnehmen möchtest.

Es gibt viel vorzubereiten – im Ausland zu arbeiten und zu leben wird dich für vieles entschädigen.

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