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Appsolut #4: Pokémon Go

Die App, mit der du Monster auf dem Campus jagst.

In unserer Appsolut-Serie stellen wir dir regelmäßig Apps vor, die deinen Alltag besser oder zumindest kurzweiliger machen. Die nützlichsten digitalen Helferlein und echten Bahnfahrtverkürzer – wir haben sie für dich im Check. In Appsolut Folge 4: Pokémon Go, die App, mit der du überall auf Monsterjagd gehen kannst.
Pokémon Go im Appsolut-Check

Obwohl Pokémon Go erst seit sieben Tagen den USA, Australien und Neuseeland verfügbar ist, sorgt die mobile Monsterhatz schon jetzt für richtig Furore: Analysten gehen davon aus, dass Pokémon Go schon jetzt mehr aktive Nutzer als die Social Media Plattform Twitter aufweisen kann. Der Börsenkurs von Nintendo, Anteilseigner von The Pokémon Company schnellte in die Höhe. Seit gestern ist die App nun endlich auch für Android- und iOS-User in Deutschland verfügbar. Was sich hinter dem Hype verbirgt und ob Pokémon Go überhaupt Spaß macht – wir haben die Antwort darauf.

Wie funktioniert Pokémon Go?

Pokémon Go greift grundlegend die Idee der seit Jahren etablierten Spieleserie Pokémon auf: Als Trainer schlüpfst du in die Rolle eines Pokémon-Trainers. Du fängst und trainierst die Monsterwesen und trittst mit ihnen in Wettkämpfen gegen andere Pokémon-Trainer an.

Das Besondere an Pokémon Go: Die App schafft es, das bekannte Spielprinzip auf die reale Welt zu übertragen. Die Spieler bewegen sich im Freien und mit Hilfe der GPS-Funktion macht das Smartphone auf versteckte Pokémon in der Umgebung aufmerksam - in der eigenen Küche, beim Supermarkt um die Ecke oder an der nächsten S-Bahn-Haltestelle. Um ein Pokémon zu fangen, musst du also zunächst mit deinem Smartphone ganz in der Nähe sein. Dann aktiviert sich die Kamera-Funktion des Smartphones und die Figur wird auf dem Display nach dem Augmented-Reality-Prinzip eingeblendet.

Auch Denkmäler, Wahrzeichen oder Gebäude deiner Stadt spielen eine Rolle: Oft sind hier sogenannte PokéStops hinterlegt, an denen du neue Pokébälle, Heiltränke etc. bekommen kannst. Schließlich wären da noch die Arenen, die du besuchen kannst, sobald du als Pokémon-Trainer Level 5 erreicht hast und dich einer von drei Fraktionen anschließen kannst (Team Weisheit, Team Wagemut oder Team Intuition). In den Arenen hast du die Möglichkeit, mit deinen Pokémon gegen die eines Kontrahenten anzutreten.

Während deiner Jagd-Ausflüge sammelst du Erfahrungspunkte, brütest Pokémon-Eier in Inkubatoren aus, trainierst und entwickelst sie stetig weiter. Über In-App-Käufe lassen sich Items gezielt gegen echtes Geld nachkaufen – man kann sich bei der Jagd einen Vorsprung erkaufen. Grundsätzlich ist Pokémon Go jedoch kostenlos nutzbar, wer fleißig Pokémon sammelt, Laufkilometer zurücklegt und PokéStops aufsucht, kommt auch ohne Geld auszugeben weiter – Spielspaß geht dabei nicht verloren, wenn man etwas Geduld aufbringen kann. Apropos Spielspaß: Lohnt es sich überhaupt, Pokémon Go auszuprobieren?

Macht die Echtweltjagd auf Pokémon überhaupt Spaß?

Die Idee von Pokémon Go ist nicht neu. Niantic Labs, das Entwicklerstudio der App schuf bereits 2014 mit dem Mobile-Spiel Ingress die Blaupause für Pokémon Go. Auch bei Ingress wurden die Standortdaten des GPS genutzt - zwei Fraktionen kämpften um virtuelle Portale, die an verschiedenen Orten der echten Welt platziert wurden. Für Pokémon Go wurden die recht abstrakten Spielmechaniken von Ingress nun vereinfacht und mit dem erfolgreichen Pokémon-Franchise verheiratet.

Hardcore-Gamer, die sich möglicherweise selbst von den komplexeren Pokémon-Ablegern auf den Handhelds und Konsolen von Nintendo unterfordert fühlen, werden den rudimentären Spielmechaniken von Pokémon Go nicht allzu viel abgewinnen können. Diesen Maßstab anzulegen, wäre allerdings auch unfair. Denn durch die Stadt oder den Park zu streichen und selbst wohlbekannte Orte durch die zusätzliche virtuelle Bedeutungseben mit neuen Augen zu entdecken und erkunden, macht den besonderen Reiz von Pokémon Go aus. Mit anderen Worten: Pokémon Go ist zwar mehr Gamification als Gaming. Doch spaßigen Zeitvertreib, der sich am ehesten noch mit Geocaching vergleichen lässt, bietet zu Erkundungstouren anregende App allemal.

Leider hat Pokémon Go zum Start noch mit ein paar technischen Problemen zu kämpfen. So sind die Server zur Zeit noch oft überlastet, was auch zum Absturz der App führen kann. Gerade am Nachmittag und in den Abendstunden trübte die Serverauslastung das Jagdvergnügen sehr. Wir sind aber zuversichtlich, dass Niantic Labs die Serverprobleme in den Griff bekommt, sobald der ganz große Hype etwas abflacht.

Außerdem leert Pokémon Go euren Smartphone-Akku schneller als ihr „Pikachu“ sagen könnt. Durch den Einsatz der GPS-, Kompass- und Kamera-Funktionen wirkt sich die Nutzung von Pokémon Go jedenfalls deutlich auf die verbleibende Batterieladung aus. In den Einstellungen lässt sich ein Batteriesparmodus aktivieren, der dafür sorgt, dass sich das Display abdunkelt, sobald du dein Smartphone kopfüber in der Hosentasche verstaut. Auch über die Deaktivierung der Kamera kannst du etwas Akkuleistung einsparen.

Fazit

Wer beim Geocaching Spaß hat, wird auch als Pokémon-Trainer auf dem Campus oder beim Stadtbummel seine Freude haben. Die Gegend nach den altbekannten Monstern zu erkunden, versprüht einen ganz eigenen Charme – die Freude über ein seltenes Pokémon ist groß. Wenn Niantic Labs die App auch in Zukunft mit weiteren Pokémon und neuen Features wie beispielsweise einer bereits angekündigten Tauschfunktion unterstützt, steht Freunden von Glumanda, Habitak und Co ein richtig langer Sammelsommer ins Haus.

+   Spaßige Augmented-Reality-Umsetzung des Pokémon Spielprinzips

+   Pokémon-Franchise birgt noch viel Potential für neue Spielmechaniken und Erweiterungen

–   Sind deine Pokébälle gefüllt, ist dein Akku leider schon leer

–   Serverprobleme zum Start der App

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