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Die Theorie in die Praxis umsetzen – Praktikum im Studium

Welche Möglichkeiten gibt es und was sollte beachtet werden?

Laura Schulte 07.10.2016
„Theorie ist ja schön und gut, aber was bringt mir das Ganze jetzt?“ Das fragen sich viele Studenten im Studium. Wenn es dir auch so geht, ist es wahrscheinlich Zeit für ein Praktikum. Im Allgemeinen sollen dir Praktika dabei helfen, eine Branche und mögliche zukünftige Jobs und Arbeitgeber kennenzulernen. Praktikum ist aber nicht gleich Praktikum, denn es gibt verschiedene Formen.
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#RichtigBewerben Teil 23: Alles, was du zum Praktikum im Studium wissen musst

Ein Pflichtpraktikum ist Teil deines Studiums

Das bedeutet, dass Dauer, Inhalt und häufig auch die Branche, in der das Praktikum absolviert werden soll, in der Prüfungsordnung deines Studiengangs geregelt sind. In der Regel gibt es für ein verpflichtendes Praktikum auch Credit Points. Daher ist es wichtig, dass du die Vorgaben der Uni zum Praktikum genau beachtest. Oft musst du nach dem Praktikum einen Bericht vorlegen oder ein Evaluationsgespräch führen, um die Punkte zu bekommen. Ein Pflichtpraktikum kann bis zu sechs Monate dauern und heißt deshalb in einigen Studiengängen auch Praxissemester. Bei der Suche nach einer Stelle für das Praktikum kann es sein, dass du dich selbst umschauen musst, oft bietet die Uni aber auch Tipps und Unterstützung an.

Ein freiwilliges Praktikum zur Profilschärfung

Nicht immer ist ein Praktikum im Studium vorgeschrieben. Es kann aber trotzdem sinnvoll sein, wenn du ein freiwilliges Praktikum in einem Bereich machst, der dich interessiert. Bei deinem späteren Berufseinstieg nach dem Studium kannst du bei vielen Unternehmen punkten, wenn du in deiner Bewerbung Arbeitserfahrung durch Praktika nachweist. Da ein freiwilliges Praktikum nicht Teil des Studiums ist, musst du es normalerweise in der vorlesungsfreien Zeit absolvieren. Daher dauern freiwillige Praktika in der Regel zwei bis drei Monate. Viele Arbeitgeber wünschen sich aber Praktikanten für mindestens drei Monate, weil sie so einen besseren Einblick in die Arbeit im Unternehmen erhalten und mehr lernen. Ein Praxissemester kann also auch für ein freiwilliges Praktikum sinnvoll sein, allerdings kann sich dann die Studienzeit verlängern. Aktuelle Stellen für Praktikanten findest du am schwarzen Brett in deiner Uni oder auf Jobbörsen, wie hier bei uns (Stand: Oktober 2016). Du kannst dich auch initiativ für ein Praktikum bewerben, wenn dich ein bestimmter Bereich oder ein Unternehmen interessiert. Die Bewerbung für ein Praktikum läuft genauso ab, wie die für einen Job bewirbst. Tipps und Informationen zur Bewerbung findest du hier. Wenn du als Praktikant nicht in Deutschland bleiben willst, sondern etwas von der Welt sehen möchtest, ist ein Auslandspraktikum möglicherweise das Richtige für dich.

Auslandspraktikum

Der Vorteil eines Praktikums im Ausland ist, dass Praktikanten nicht nur Berufserfahrung sammeln, sondern gleichzeitig ihre Sprachkenntnisse und interkulturellen Kompetenzen verbessern können. Wenn du später Karriere in einem internationalen Unternehmen machen willst, ist ein Auslandspraktikum ein Pluspunkt im Lebenslauf. Ein guter Zeitpunkt, um ein Praktikum im Ausland zu absolvieren, ist das zweite Jahr im Bachelor oder die Zeit zwischen Bachelor und Master. Da Praktika im Ausland meistens aufwändiger sind als Praktika in Deutschland, solltest du etwa sechs Monate vorher mit der Planung anfangen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst listet Möglichkeiten auf, wie du geeignete Praktikumsstellen für Studenten finden kannst. Der zweite wichtige Schritt ist, dass du dich über Finanzierungsmöglichkeiten deines Praktikums schlau machst, da Praktika im Ausland oft unbezahlt sind und du gleichzeitig Ausgaben für Unterkunft und Verpflegung hast. Ein Praktikum im Ausland betrifft auch den Bezug von BAföG. Aktuelle Vorschriften findest du hier (Stand 2016).

Wenn du die Tipps und Informationen beachtest, kannst du bei einem Praktikum im Studium viele wertvolle Erfahrungen für deine Karriere sammeln und bist nicht der klischeehafte Praktikant, der nur kopiert und Kaffee kocht.

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