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8 Tipps für deine nächste Gehaltsverhandlung: So holst du das Beste raus!

Melanie Pölking 04.12.2014

1. Marktwert rausfinden

Das A und O für deine Gehaltsverhandlung ist die Vorbereitung. Du kennst deinen Marktwert noch nicht? Dann ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, ihn herauszufinden: Recherchiere die für deine Branche üblichen Gehälter. So erhältst du einen guten Überblick darüber, was realistisch ist.

2. Das Produkt „Ich“ kennen

In einem zweiten Schritt solltest du dir über dein Produkt, sprich deine Qualifikationen, klar werden. Was sind deine Stärken? Wo konntest du schon Erfahrung sammeln? Die Antworten auf diese Fragen werden dich zielsicher zu deinem ganz persönlichen Angebot in der Gehaltsverhandlung führen. Und das solltest du unbedingt benennen können!

3. Die Jobanforderungen kennen

Tipps für Gehaltsverhandlung
Kennst du deinen Wert?

Um dein Produkt entsprechend zu verkaufen, musst du aber erstmal wissen, was der Personaler überhaupt will! Welche Fähigkeiten sind bei dem neuen Projekt gefragt, für das die Stelle ausgeschrieben ist? Wie kannst du zum Unternehmenserfolg beitragen? Wenn du Genaueres erst im Gespräch mit dem Personaler rausfinden solltest, reagiere entsprechend: „Sie suchen jemanden der x. Ich biete Ihnen x. Mit meiner Qualifikation x kann ich Ihnen helfen, genau dieses Ziel zu erreichen.“

4. Redepausen aushalten

Gesprächspausen sind vielen Bewerbern ein Graus. Als rhetorisches Mittel sind sie aber unglaublich wirksam. Wenn du also deine Argumente vorgebracht und dein „Produkt“ an den Mann gebracht hast, sag einfach mal NICHTS und lass das Gesagte wirken. Pausen unterstreichen deine Aussagekraft und das gilt besonders für Gehaltsverhandlungen.

5. Auf Gegenargumente vorbereitet sein

Führ dir mögliche Einwände des Personalers bereits im Vorfeld vor Augen. Ein Perspektivenwechsel kann helfen. Was würdest du dir selbst entgegensetzen? Schreib alles auf und überleg dir Gegenargumente. Eine gute Taktik, um kritische Punkte zu entschärfen: Du sprichst sie von dir aus ganz offen an. Natürlich hast du gleich einen Lösungsvorschlag parat. ;) Mit diesem Schachzug entkräftest du Einwände, noch bevor sie überhaupt vorgebracht werden.

6. Finde deine Stimme

In einem Bewerbungsgespräch ist es wichtig, klar und sicher zu sprechen. Vielen Bewerbern entgleist aber gerade dann die Stimme. Wer mit zitternder und leiser Stimme seinen Gehaltswunsch vorträgt, vermittelt in erster Linie eins: Unsicherheit. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Dann frag dich ganz ehrlich: Warum ist das so? Glaubst du vielleicht selbst nicht, dass du das Gehalt x wert bist? Nur wer von sich selbst überzeugt ist, kann das auch anderen glaubhaft in der Gehaltsverhandlung vermitteln.

7. Lass Zahlen sprechen – oder lieber doch nicht?

Bei der Frage zum Gehalt gibt es zwei Möglichkeiten. Option 1, du hältst dich bedeckt und lässt dein Gegenüber konkret werden: „Ich hätte gerne ein meiner Ausbildung angemessenes Gehalt.“ So läufst du nicht Gefahr, möglicherweise zu tief zu stapeln. Option 2, das Flohmarkt-Prinzip: Sagen wir, du möchtest 40.000 Euro verdienen. Dann gibst du im Gespräch 45.000 Euro an und lässt damit noch Verhandlungsspielraum. Du gibst dem Personaler die Gelegenheit und das gute Gefühl, dich noch „runterzuhandeln“.

8. Nicht vorschnell Ja sagen

Wenn du nicht mit dem angebotenen Gehalt zufrieden bist, greif nicht vorschnell zu und unterschreib den Vertrag. Schlag Zusatzleistungen vor. Wie sieht es mit vermögenswirksamen Leistungen aus? Vereinbare eine Bonuszahlung bei Zielerreichung, frag nach Weiterbildungen oder Vergünstigungen, die das Unternehmen anbietet. Darfst du im Home-Office arbeiten oder wird ein Sabbatical in Aussicht gestellt? All diese Dinge können dir einen zusätzlichen Mehrwert bieten, solltest du nicht gleich auf dein Wunschgehalt kommen.

Wir wünschen dir viel Spaß und viel Erfolg bei deiner nächsten Gehaltsverhandlung!