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Von Gütersloh nach Dublin: Henning mag Multikulti!

Melanie Pölking 21.08.2014
Henning Soja ist Director Business Development bei arvato in Dublin. Kein Arbeitstag ist wie der andere. Und das mag der 30-Jährige. Seine Entscheidung, von Gütersloh nach Irland zu gehen, hat er nicht bereut. Auch, wenn er die Sportschau am Samstag sehr vermisst …
Henning Soja ist Director Business Development bei arvato in Dublin
Henning Soja

Henning, was schätzt du an deiner Wahlheimat?

Dublin ist ein sehr attraktiver Standort mit tollen Menschen aus vielen verschiedenen Kulturen, den Bergen und dem Meer vor der Haustür, und auch einem herausragenden Nachtleben.

Und was sind deine Aufgaben bei arvato in Dublin?

Ich befasse mich mit den Themen Business Development, Strategieentwicklung und –implementierung im Bereich Global Finance Business Process Outsourcing. Das bedeutet, dass wir Finanzdienstleistungen erarbeiten, die unseren bestehenden und zukünftigen Kunden den größtmöglichen Mehrwert bieten. Dabei stimmen wir die Ausgangssituation unserer Kunden, Märkte und Wettbewerber mit unseren eigenen Dienstleistungen, Technologien, Standorten und Mitarbeitern ab. Dazu werten wir zum Beispiel Absatzmärkte aus und erstellen konkrete Geschäftsmodelle oder Businesspläne. Da wir in einem sehr dynamischen und kundenorientierten Umfeld arbeiten, gibt es kaum einen einheitlichen, vorhersehbaren Tagesablauf, was das Arbeiten sehr kurzweilig macht. Man muss es aber sicherlich mögen, morgens noch nicht genau zu wissen, wie der Arbeitstag aussehen wird.

Was hast du vor Dublin gemacht?

Davor war ich zwei Jahre bei arvato Finance in Gütersloh tätig. Dort habe ich unterschiedliche Projekte begleitet und geführt, die sich hauptsächlich um die Themen Vertriebsunterstützung und Business Development gedreht haben, unter anderem den Aufbau eines Standortes in Manila auf den Philippinen.

Wie genau kam es dazu, dass du eine Stelle im Ausland angetreten hast?

Ich bekam ein Angebot für eine weiterführende Position in Dublin. Das Team, in dem ich in Gütersloh gearbeitet habe, war recht klein. Der Standort Dublin mit mehreren hundert Mitarbeitern hat mir seinerzeit wesentlich bessere Entwicklungsmöglichkeiten geboten. Grundsätzlich halte ich es für sinnvoll, zumindest für eine gewisse Zeit, ins Ausland zu gehen, um zu lernen, wie man sich in einem komplett neuen Umfeld zurechtfindet.

War es ein „Sprung ins kalte Wasser“?

Ich kannte Dublin bereits von zahlreichen Dienstreisen, die allerdings meist auf die Orte Büro und Hotel beschränkt waren. Bevor ich mich entschieden habe, bin ich noch einmal für ein Wochenende nach Dublin geflogen, um mir auch ein Bild von der Stadt und den Menschen außerhalb des Jobs zu machen. Dublin ist eine multikulturelle Stadt. Man kommt leicht mit Menschen in Kontakt. Englisch sprechen war ich bereits durch meinen vorherigen Job gewohnt – nur der irische Akzent einiger Menschen hat mich am Anfang vor ein paar Herausforderungen gestellt ... :-) Aber die Herzlichkeit und Offenheit der Leute haben mich überzeugt.

Inwieweit unterscheidet sich die Arbeitsweise in Irland von der in Deutschland?

Im Vergleich zu Deutschland insgesamt ist mir aufgefallen, dass viele Menschen sich weniger Gedanken machen und Sachen einfach angehen statt vorab zu überplanen – wenn es klappt super, wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm und man geht das nächste Thema an. ‘Keep going, sure it’s grand’ ist ein Motto, auf das man häufig trifft.

Bald geht es für dich zurück nach Deutschland. Was wirst du dort als erstes tun?

Keine Frage: am Samstag Sportschau gucken!