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Von der theoretischen in die reale Welt

Julius Bettray über das GapYear-Programm

Sarah Grewing 02.11.2016
In nur einem Jahr Einblicke in die Arbeitswelt verschiedener internationaler Unternehmen erhalten – das GapYear-Programm macht’s möglich. Von einem der weltweit größten Medienunternehmen bis hin zum innovativen Start-up: Die Partnerunternehmen des Programms geben dir die Chance, verschiedene Bereiche und Standorte kennenzulernen. Das ließ sich Wirtschaftspsychologie-Absolvent Julius nicht zweimal sagen. Er befindet sich gerade mitten in seinem Gap Year und hat uns über seine bisherigen Erfahrungen berichtet.

Julius, warum hast du dich nach deinem Bachelorstudium für ein Gap Year entschieden?

Julius Bettray, Teilnehmer des GapYear-Programms
Julius: „Nach getaner Arbeit hielt sich unser Team mit Laufeinheiten fit. Mein Kollege Friedrich und ich beim Bochumer Halbmarathon.“

Nach dem Lernen theoretischer Inhalte wollte ich auch einmal die reale Arbeitswelt kennenlernen. Ich mag Herausforderungen und finde es viel spannender, mal was anderes zu machen, anstatt immer den vermeintlich vorgezeichneten Weg zu gehen. Da mein Studium von psychologischen Inhalten geprägt war, wollte ich verschiedene Unternehmen und Branchen kennenlernen, ehe ich einen Master anschließe. Für mich bietet die Kombination der Unternehmen im GapYear-Programm dazu die ideale Grundlage. Darüber hinaus zugleich die Welt erkunden zu können, ist eine tolle Chance.

Wie verlief der Bewerbungs- und Auswahlprozess?

Zunächst habe ich mich online beworben. Die Bewerbung gilt für alle Unternehmen, wobei man bis zu vier präferierte Unternehmen inklusive gewünschtem Praktikumsbereich angeben kann. Bei mir war das unter anderem Bertelsmann. Ich wurde dann zu einem Auswahltag eingeladen, bei dem ich Gespräche mit den entsprechenden Unternehmensvertretern führte. Zwei Wochen später erhielt ich die Zusage für mein GapYear – und schon ging es bei Bertelsmann los.

Bei welchen Unternehmen warst du bis jetzt in deinem Gap Year und welche stehen noch an?

Vor Kurzem habe ich mein Praktikum im Corporate Development bei der Bertelsmann Tochtergesellschaft Arvato Financial Solutions (AFS) beendet. Im November folgt ein Praktikum im Venture Development bei Project A Ventures in Berlin. Die Zwischenzeit nutze ich zur Vorbereitung auf den GMAT sowie Master-Bewerbungen. Danach werde ich mein Gap Year entweder mit einem Beratungspraktikum abschließen oder im Silicon Valley nach dem nächsten Unicorn suchen.

Was ist das Besondere an der Kombination verschiedener Praktika?

Durch die inhaltliche Variation der Themengebiete meiner Praktika lerne ich während des Gap Year ein Spektrum an Aufgaben, Unternehmen und Branchen kennen, das mir in einer solch kurzen Zeit sonst nur schwer möglich gewesen wäre. Vom M&A ins Venture Capital und dann zur Beratung – ohne das GapYear-Programm würde dieser Weg vermutlich weniger stringent wirken.

Inwiefern bereitet dich das Gap Year auf deinen Master und den Berufseinstieg vor?

Das Gap Year hilft mir zum einen bei der Wahl meines angestrebten Berufsfeldes. Auch für das weitere Studium sammle ich dabei wichtige Erfahrungen, sodass ich etwa gelernte Konzepte gezielt anwenden kann. Natürlich baue ich während der Praktika bei den Unternehmen zudem ein großes Netzwerk auf, auf das ich für meinen Berufseinstieg oder danach zurückgreifen kann.

Wie geht es nach den Praktika für dich weiter?

Das ist noch nicht ganz klar. Vielleicht hänge ich noch ein viertes Praktikum dran, engagiere mich in einer sozialen Initiative in einem Entwicklungsland oder bereise Südamerika.

Was ist für dich die spannendste Erfahrung, die du aus diesem Jahr für dich mitnimmst?

Mein Highlight bei AFS war ein Trip zum FinTech Startupbootcamp in London. Es war interessant, die Pitches der Start-ups als potenzieller Partner oder Investor zu sehen und die Ideen mit Kollegen von zum Beispiel MasterCard, PwC oder Rabobank zu beurteilen. Aber mein Gap Year ist noch nicht vorbei! Die spannendste Erfahrung teile ich nach dem Jahr mit euch.