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Unternehmensberatung auch für NaWis? Aber klar!

Sarah Grewing 18.01.2017
Industrie, Forschung, Akademie: In den Köpfen vieler Studenten aus naturwissenschaftlichen Studiengängen sind so einige Karrierewege verankert. Eine Tätigkeit in einer Unternehmensberatung haben dabei nicht viele auf dem Schirm. Sollten sie aber!
#JobEinstiegNawi Teil 3: Naturwissenschaftler bei BCG
Physiker, Mathematiker, Chemiker und Biologen sind neben den Wirtschaftswissenschaftlern in der Beratungsbranche äußerst gefragt.

Physiker, Mathematiker, Chemiker und Biologen sind neben den Wirtschaftswissenschaftlern in der Beratungsbranche äußerst gefragt. Unser Partner The Boston Consulting Group (BCG) bietet spannende Einsatzgebiete für die sogenannten „Exoten“ unter den Beratern. Wir sprachen mit Recruiting Coordinator Stephanie Franz über die Themen Einstieg und Karriere für NaWis bei BCG.

Frau Franz, warum sind gerade Naturwissenschaftler in der Beratung gefragt?

Stephanie Franz, BCG
Stephanie Franz, Recruiting Coordinator bei BCG

Bei der Strategieberatung ist nicht nur der Blick über den Tellerrand wichtig. Die erforderten Fähigkeiten eines Beraters sind unabhängig von der Studienrichtung. Gefragt sind vor allem Pragmatismus, strukturiertes und analytisches Denken, Kreativität, Motivation und soziale Kompetenz. Eine solche Expertise findet man nicht nur bei Studenten mit einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund, sondern vor allem bei den sogenannten „Exoten“. Rund 50 Prozent aller Berater bei BCG dürfen sich dazu zählen. Dazu gehören neben Juristen auch Geistes- und Kulturwissenschaftler sowie Naturwissenschaftler – sogar ein Dirigent findet sich unter den BCG-Strategieberatern. The Boston Consulting Group lebt von vielfältigen Denkansätzen und unterschiedlichen Erfahrungshintergründen. Nur so können gemeinsam Strategien entwickelt werden, die zu nachhaltigem Erfolg führen.

Kann man auch ohne betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse als Berater erfolgreich sein?

Qualifikationen wie eine strukturierte Vorgehensweise sowie die Fähigkeit, abstrakt zu denken, bringen insbesondere Studenten aus naturwissenschaftlichen Bereichen mit. Spezifische BWL-Kenntnisse sind dabei im Vorfeld nicht relevant. Berufsanfänger aus nicht wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen erhalten zu Beginn ihrer Laufbahn bei BCG ein vierwöchiges Einstiegstraining, bei dem sie sich Grundkenntnisse der BWL – wie zum Beispiel das Verständnis einer Bilanzanalyse – im Schnelldurchlauf aneignen können. Beim Rest heißt es „Learning by Doing“.

Welche Einstiegsmöglichkeiten bietet BCG für Naturwissenschaftler?

Prinzipiell hat man bei BCG die Möglichkeit, nach jedem akademischen Abschluss einzusteigen. Je nachdem, ob man sich mit Bachelor, Master oder nach der Promotion bei dem Unternehmen bewirbt, sind zu Beginn unterschiedliche Karrierestufen vorgesehen. Zudem bietet BCG das Einstiegsprogramm „Individual Career“ an. Berufseinsteiger haben hier die Chance, ihre Karriere selbst zu gestalten, indem sie sich für die ersten zwei Jahre für eine von drei Einstiegsoptionen entscheiden:

  • Vielfalt: Betreuung von mindestens vier branchen- oder funktionalunterschiedlichen Projekten für einen allgemeinen Überblick
  • Spezialisierung: Fokus auf eine Funktionalität oder eine Branche für Fachexpertise in bestimmten Bereichen
  • Internationalität: innerhalb der ersten zwei Jahre zwei Projekte im Ausland für internationale Erfahrung

Ob Branchenexperte, Generalist oder Global Player – bei BCG ist mit Motivation und Engagement alles möglich.

Vielen Dank für das Interview, Frau Franz!

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