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Generalprobe bei BCG – wie man die Case-Study am besten knackt

Beim exklusiven Case-Study-Workshop und Speeddating der Boston Consulting Group (BCG) am 16. Mai in Berlin hatten careerloft-Fördermitglieder die Möglichkeit, praktische Tipps zum Bewerbungsgespräch abzustauben.

„Auf den Tabellen, die ich Ihnen ausgeteilt habe, finden Sie zwei Statistiken, die Sie bitte in Ihren Kleingruppen in die richtige Rangordnung bringen.“ Obwohl ich eigentlich das Gefühl hatte, relativ gut in meinen Statistik-Vorlesungen abgeschnitten zu haben, schaute ich mir die beiden Tabellen an und fühlte mich wieder wie ein Erstklässler. Mit Zahlen, Daten und Fakten zu Malariafällen in verschiedenen Ländern warteten Christian Weller und Martin Wilhelm auf und machten mich damit wieder genauso nervös wie vor meiner Führerscheinprüfung. Riesige Fragezeichen konnte ich auch auf der Stirn einiger meiner Gruppenmitglieder sehen: „Wie soll ich das bloß in einem echten Interview lösen?“

Vortrag beim BCG Case-Study-Workshop
Case-Study-Vortrag einer Workshop-Teilnehmerin

Doch genau das war der Sinn der Übung. Beim Case-Study-Workshop von BCG hatten zehn careerloft-Mitglieder die Chance, eine Generalprobe zu absolvieren und damit zu lernen, auf was man sich in einer realen Interviewsituation bei einer Topunternehmensberatung gefasst machen sollte. Doch wer glaubt, bei einer solchen Fallstudie komme es darauf an, eine Patentlösung zu präsentieren, liegt weit daneben.

Vielmehr geht es darum, eine gegliederte Herangehensweise zu zeigen. Dazu gehört, das Problem zu strukturieren, Schwerpunkte zu priorisieren und ein kreatives Rollout zu leisten. Hierbei gelten zwei wichtige Faustregeln: „Keep it short and simple!“ und „Cool bleiben!“. Denn in dem 60-minütigen Interview bleiben nur rund 30 Minuten Zeit für die Fallstudie.

Nachdem mir die beiden Consultants erklärt hatten, worauf es ankommt, fühlte ich mich schon um einiges erleichtert und durfte auch prompt die Ergebnisse meiner Gruppe präsentieren. Und wenn ich ehrlich sein soll: Meine praktische Führerscheinprüfung war um einiges schlimmer!

Generell zeigten sich die Unternehmensberater von ihrer charmanten Seite bei dem Event. Die Krawatten saßen gar nicht so eng, wie man es vielleicht aus Erzählungen kennt. Beim anschließenden Speeddating hatten wir die Möglichkeit, mehr über den Alltag und die vielfältigen Einsatzgebiete bei BCG zu erfahren.

BCG Case-Study-Workshop
Case-Study-Vortrag eines Workshop-Teilnehmes

„Vielfalt besteht bei BCG nicht nur durch die verschiedenen Fachdisziplinen, aus denen unsere Berater kommen, sondern auch durch die unterschiedlichen Praxisgruppen, in denen sie tätig sind“, erklärte mir Julia Breuer, Recruiting Coordinator bei BCG. Wirtschaftsingenieur Christian Weller, der in den Bereichen „Industrial Goods“ und „Technology, Media & Communication“ tätig ist, schilderte, dass er tagtäglich von den unterschiedlichen Einsatzgebieten überrascht ist, die ihm BCG eröffnet. Die Mischung aus Arts (der qualitativen Herangehensweise an Herausforderungen) und Science (den harten quantitativen Kriterien) findet er an seinem Job besonders spannend.

Diesen Spirit teilt er mit seinem jüngeren Kollegen Martin Wilhelm, der es liebt, die Resultate seiner Arbeit zu sehen. Der Consumer-Bereich bietet ihm dazu die perfekte Spielwiese: „Ich will, dass man sehen kann, was ich gestalte, damit ich auch meiner Oma erklären kann, was ich mache“, erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Des Weiteren standen aktive Consultants Rede und Antwort zu verschiedensten Themen wie beispielsweise den ersten Monaten des Einstiegs, verschiedenen Formen von Auszeiten (Leave of Absence) und unterschiedlichen Praxisgruppen bei BCG. Die Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich beim Get-together aktiv mit BCGlern auszutauschen. So konnte sich zum Beispiel Khanh, die zurzeit am Ende ihres BWL-Bachelorstudiums steht und sich gerade in ihrer „Was mache ich nur nach meinem Studium?“-Phase befindet, einen genaueren Eindruck vom Alltag eines Unternehmensberaters verschaffen: „Ich wollte mehr über die Menschen hinter der Marke und den Beruf erfahren und Informationen aus erster Hand gewinnen.“

Und das ist BCG sehr gut gelungen!