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Digitales Ökosystem

Alles Wichtige immer dabei: Die neue myAudi App bringt viele Services auf das Smartphone – von der Navigation über die Serviceterminanfrage bis zur Fernsteuerung von Funktionen wie der Standheizung. Was ist die Idee hinter der neuen App, und wie wurde sie entwickelt? Christina Freitag (rechts) und Danijela Vasic aus dem Audi-Vertrieb und Projektleiter Matthias Tauber (Technische Entwicklung) berichten in Teil 6 unserer Serie „Einblicke bei Audi“.
Foto zeigt einen Mann und zwei Frauen, die die myAudiApp entwickelt haben.

Bislang hat Audi seinen Kunden mehrere Apps für unterschiedliche Zwecke angeboten. Jetzt fasst die myAudi App alle Dienste zusammen ­– wie?

Matthias Tauber: Mit der myAudi App schaffen wir eine ganz neue myAudi ID für alle Kunden, die ein Modell fahren, das nach Mitte 2014 neu auf den Markt gekommen ist. Diese Kunden können sich mit der App in unsere digitalen Ökosysteme einklinken. Wir haben eine Umgebung aufgebaut, in der sie die Funktionalitäten flexibel und komfortabel nutzen können – auf dem Smartphone und im Auto. Damit bieten wir einen echten Mehrwert und einen neuen Joy of use.

Christina Freitag: Um ein Beispiel zu nennen: Früher war ein Navigationsziel, das ein Kunde an ein Fahrzeug geschickt hat, auch an dieses eine Auto gebunden. Jetzt werden die Ziele in der myAudi ID gespeichert, so dass der Kunde sie in jedem entsprechend ausgestatteten Fahrzeug nutzen kann. Das ist schon sehr praktisch, wenn man in der Familie oder in der Firma mehrere Autos von Audi hat.

Danijela Vasic: Die nahtlose Vernetzung ist ein Grundprinzip der neuen App. Eine unserer neuen Funktionen ist die myAudi Navigation. Wenn der Kunde will, führt sie ihn in einer fremden Stadt vom Hotel zum Auto, das einige Straßen weiter steht. Im Auto wechselt die Zielführung vom Smartphone auf den MMI-Display. Wenn der Kunde dann im Parkhaus aussteigt, begleitet sie ihn wieder auf dem Smartphone zu seinem endgültigen Ziel.

Bei der Entwicklung der App haben Sie drei ja ein ungewöhnliches Team gebildet – zwei Kolleginnen aus dem Vertrieb und ein Mann aus der Entwicklung Elektrik/Elektronik. Wie waren die Aufgaben verteilt?

Christina Freitag: Das Ganze war ein enger Schulterschluss. Matthias hat das Gesamtprojekt gesteuert, also die technische Entwicklung und die Umsetzung. Danijela und ich haben die User experience und das Design der App betreut. Das ist unser spezielles Knowhow, denn wir sind eng auf den Kunden fokussiert. Die Zusammenarbeit war spannend und hat viel Spaß gemacht.

Matthias Tauber: Natürlich hatten wir ein ganzes Entwickler-Team im Hintergrund, das die Einzelthemen intensiv betreut hat. Die neue App ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir bei Audi Team-übergreifend zusammenarbeiten.

Was ist neu im Design und in der Struktur der App?

Frau hält Handy mit myAudiApp in der Hand
Die Navigation wechselt automatisch vom Handydisplay auf das Audi-Display, zum Beispiel beim Weg vom Hotel zum Auto mit anschließender Fahrt.

Matthias Tauber: Früher haben wir mit mehreren externen Dienstleistern zusammengearbeitet, die einzelne Teilaspekte umgesetzt haben. Jetzt sind wir integrativ vorgegangen, auch bei der Menüstruktur. Sie orientiert sich am Bediensystem des neuen A8 und ist intelligent vernetzt, das macht die Suche leicht und schnell. Wenn der Kunde zum Beispiel ein italienisches Restaurant sucht, muss er nur drei Buchstaben eingeben, um die Trefferliste zu sehen. Sie zeigt auch die Ratings von Yelp und lässt sich nach verschiedenen Kriterien sortieren.

Danijela Vasic: Wir sind von einer schwarzen in eine weiße Optikwelt umgezogen, weil wir mit der neuen App zur Web-Welt gehören, und darin soll sich der Kunde wiederfinden. Das Design symbolisiert, dass sich die App stärker am Kunden und weniger am Auto orientiert.

Wie viele Funktionen gibt es auf der App?

Christina Freitag: Im weltweiten Rollout, wo es auf den einzelnen Märkten sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen und Präferenzen gibt, haben wir zirka 290 Sub-Funktionen realisiert. Unsere Kunden in Deutschland bekommen rund 45 Funktionen aus vier Bereichen, die wir neu gebündelt haben, so dass der Mehrwert für den Kunden steigt. Es sind Info und Administration, Service, Media und Navigation sowie Remote-Dienste. Bei Service sind das zum Beispiel das Online Bordbuch, die Serviceterminanfrage und der digitale Serviceplan. Bei den Remote-Diensten kann man gewisse Fahrzeugeinstellungen über das Smartphone vornehmen, beispielsweise das Entriegeln und Verriegeln. Bei den elektrifizierten e-tron-Modellen geht es um das Lademanagement. Die myAudi App ist zwar nicht speziell für die Kunden des neuen A8 entwickelt, aber dort gibt es einige exklusive neue Features, die man auch in der App nutzen kann.

Wie zukunftssicher ist die App? Kann man hier überhaupt langfristig planen?

Matthias Tauber: Langfristiges Planen ist sehr schwer, weil sich das digitale Umfeld ständig verändert. Niemand kann wirklich abschätzen, was in den nächsten Jahren alles passieren wird – bei der Hardware, bei den Übertragungstechnologien, bei der Software und bei den Dienste-Anbietern. Aber natürlich ist die myAudi App so ausgelegt, dass wir jederzeit neue Funktionen andocken können, etwa für die weiteren Modelle mit elektrischem Antrieb oder für neue Mobilitätskonzepte.

Matthias Tauber, Christina Freitag und Danijela Vasic
 

Matthias Tauber, 44, begann nach einem Fachhochschul-Studium seine Laufbahn als Telematik-Entwickler beim Verkehrsclub ADAC und wechselte 2002 zu Audi. Hier beschäftigte er sich in der Technischen Entwicklung mit Telematiksystemen, Connectivity und Infotainment. Heute verantwortet Tauber die Entwicklung der bisherigen Audi MMI connect App und der neuen myAudi App.

Christina Freitag und Danijela Vasic arbeiten bei Audi im Bereich Vertrieb/Digitalisierung als App-Projektmanagerinnen. Christina Freitag studierte Betriebswirtschaftslehre und kam nach vier beruflichen Stationen 2015 zu Audi. Danijela Vasic arbeitete nach ihrem BWL-Studium an der FH bei mehreren Unternehmen im Marketing und ist seit 2008 mit einer kurzen Unterbrechung für die AUDI AG tätig.

Bei Audi warten jede Menge spannender Jobs auf dich. Eine kleine Auswahl stellen wir dir in unserer Serie „Einblicke bei Audi“ vor:

Teil 1: James Garrett, Leiter Recruiting, zum HR-Arbeitsalltag mit Tipps für Bewerber
Teil 2: Doreen Engelhardt, Entwicklerin Innovationen Bedienung, und Manya Sahakyan,  Computerlinguistin, über die neue, intelligente Sprachsteuerung des A8
Teil 3: Alexander Juling, Projektleiter Elektronische Fahrwerksplattform (EFP), über die Grenzen der Physik
Teil 4: Anne Greul, Doktorandin Innovationsmanagement, über eine neue, radikalere Definition des Begriffs Mobilität
Teil 5: Alessandro Monaci, Mitarbeiter Qualitätssicherung, zum Testcenter für Hochvolt-Trakionsbatterien
Teil 7: Dr. Günther Mendl, Leiter Entwicklung E-Traktion/Hochvoltsysteme, zur E-Mobilität bei Audi ​​​​​​​

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