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Die Digitalisierung erfordert Mut, Dinge zu verändern

Zwei Experten der Allianz erläutern aktuelle Entwicklungen in Deutschlands führendem Versicherungsunternehmen

Christian Focken 25.10.2017
Kein anderer Trend scheint das Leben der Menschen mittelfristig so stark zu beeinflussen wie die Digitalisierung. Längst ist das Thema der IT-Ecke entwachsen – denn Digitalisierung findet überall statt.
Dr. Maximilian Federhofer (l.) und Tobias Tschiersky von der Allianz sitzen nebeneinander auf Sofalehnen.
Dr. Maximilian Federhofer (l.) und Tobias Tschiersky

Kundenwünsche wandeln sich

Traditionsunternehmen wie die Allianz stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen technologisch schritthalten, sich neuen Wettbewerbern stellen und auf veränderte Kundenbedürfnisse eingehen. Gleichzeitig gilt es, die eigene Belegschaft zu qualifizieren und auf dem Weg der Veränderung mitzunehmen – ein klassisches Change Management Thema.

„Die Allianz ist in den letzten drei Jahren im Zuge der Digitalisierung viele neue Wege gegangen”, erläutert Tobias Tschiersky, Abteilungsleiter Digital Sales bei Deutschlands führendem Versicherungsunternehmen. Die Kundenwünsche haben sich durch die neuen technologischen Möglichkeiten gewandelt. Zügige und unkomplizierte Lösungen, schnelle Antworten auf Fragen – das kenne der Kunde aus seiner Lebenswelt von Unternehmen wie Google, Amazon oder Apple. „Diesen Maßstab legt er heute auch an unsere Versicherungsprodukte an, sei es beim Kauf möglichst mit einem Mausklick oder bei der Schadenregulierung“, so Tschiersky.

Veränderung nimmt Fahrt auf

Sein Kollege Dr. Maximilian Federhofer schaut mit der „Vertriebsbrille“ auf diese Herausforderungen. Als Referatsleiter im Maklervertrieb standen für ihn schon immer die Kundenbedürfnisse im Mittelpunkt. Der Kunde von heute vergleiche mehr und sei informierter und anspruchsvoller geworden, weiß Federhofer. Die Allianz sieht er dabei auf einem guten Weg. „Sie hat in den vergangenen 2,5 Jahren eine beachtliche Veränderungsgeschwindigkeit bewiesen“, meint der Vertriebs-Experte.

Für Tschiersky besteht die größte Herausforderung darin, „eine Kultur zu finden, die den Mut zu Innovation zulässt, es aber gleichzeitig schafft, die Kompetenzen und Werte, die die Allianz vertritt, beizubehalten.“ Außerdem gelte es, die vielen guten Ideen der Allianz-Mitarbeiter rund um den Globus zu nutzen.

Umgang mit dem hohen Digitalisierungstempo

Und wie groß ist der Druck, den die Digitalisierung auf das Unternehmen ausübt? „Ich spüre auf jeden Fall einen Veränderungsbedarf”, sagt Federhofer. „Aber im positiven Sinne.“ Dabei sollten Führungskräfte die Veränderung vorleben, Mitarbeiter in ihrer Entwicklung bestärken und sie auf dem Weg mitnehmen. Die Maxime sei, gemeinsam etwas zu entwickeln statt es von oben zu bestimmen. So sei man kürzlich auch an einen zweitägigen Workshop zum Thema Veränderung herangegangen. Dabei habe er seine Mitarbeiter „als sehr offen und begeisterungsfähig erlebt,” berichtet Federhofer. Man dürfe nie vergessen: „Nicht die Sache, sondern der Mensch steht im Mittelpunkt.“

Digital-Experte Tschiersky hat den „allergrößten Respekt davor, dem Tempo standzuhalten und Lösungen zu finden, die den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden.“ Doch er ist zuversichtlich, dass die Allianz die Herausforderungen meistert, weil der Versicherungskonzern über sehr viele erfahrene und innovative Kollegen verfüge. Die verstehen ihr Handwerk von Grund auf, denken aus der Sicht der Kunden und kennen deren Bedürfnisse.

Aus Fehlern lernen

Weder Tschiersky noch Federhofer glauben, dass die Allianz auf dem Weg in die Zukunft nie einen Fehler machen wird. Vielmehr müsse der Konzern noch stärker lernen, eine „gewisse Fehlerkultur“ zuzulassen, meint Vertriebsmann Federhofer. „Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn mal ein Projekt scheitert.“ Wichtig sei vor allem, die Umsetzung stetig zu überprüfen und sich zu fragen, ob man noch auf dem richtigen Weg sei. Das sieht sein Kollege von Digital Sales genauso: „Scheitern ist ein ganz normaler Vorgang und nicht mit Versagen gleichzusetzen.“ Aus seiner Sicht entscheidend ist, dass die Mitarbeiter frühzeitig an die Kunden herantreten. Wenn die dann sagen „Das brauchen wir nicht”, lerne man daraus für zukünftige Projekte.  

Gemeinsam in eine spannende Zeit

Den Spaß an der Arbeit haben die beiden Führungskräfte trotz aller Herausforderungen nicht verloren. Ganz im Gegenteil. „Mir macht die Arbeit mit Menschen und das Thema Führung großen Spaß“, sagt Federhofer. Es treibe ihn an, „Menschen in dieser spannenden Zeit auf einen gemeinsamen Weg mitzunehmen“. Tschiersky lenkt abschließend den Blick auf das zentrale Wesen der Versicherungswirtschaft, die Menschen in ihrem Alltag schütze und damit existentielle Bedürfnisse abdecke. Dabei würden technologische Entwicklungen und Innovationen der Allianz helfen, die besten Lösungen zu finden. „Diese Dynamik und Innovationskraft mitzuerleben und mitzugestalten, das ist das, was mich motiviert.“